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Green Planet Energy stattet Wohnanlage mit Mieterstrom, Wärmepumpe und Batteriespeicher aus
Aldenhoven: Kirche macht Sozialwohnungen fit für die Energiewende
27.01.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten
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Dank Solarstrom, Wärmepumpe und Batteriespeicher nutzen die Mieter:innen einen Großteil ihrer Energie direkt vom eigenen Dach. (Bild: Green Planet Energy)
In Aldenhoven wurde am Mittwoch ein wegweisendes Wohnprojekt in Betrieb genommen, das nachhaltiges Mieten neu definiert. Das Mehrfamilienhaus mit 30 Sozialwohnungen, das die Evangelische Kirche seit 30 Jahren betreibt, demonstriert eindrucksvoll, wie ökologische Verantwortung und sozialer Wohnraum Hand in Hand gehen.
„Direkt an der Grenze des ehemaligen Braunkohlegebiets zeigen wir hier, wie Mieter:innen von grüner Energie profitieren“, erklärt Nils Müller, Co-Vorstand bei Green Planet Energy. „Wo früher die Bagger in Sichtweite standen, erzeugen wir heute grünen Strom und nachhaltige Wärme für die Mieter:innen. Mit Solarmodulen auf dem Dach und einer Wärmepumpe plus Batteriespeicher im Vorgarten zeigen wir, dass der Wandel nach der Braunkohle gelingt – sozial, bezahlbar und erneuerbar. So können die Haushalte voraussichtlich rund 65 Prozent ihres Strombedarfs selbst decken und sich zu einem großen Teil unabhängig machen.”
Die von der Kirchengemeinde beauftragten Begleiter des Projekts, Ralf Lüddens und Martin Zwerschke, betonen: „Für uns als Kirche ist klar: Wir wollen den Wandel aktiv gestalten. Dieses Haus steht für das, was wir uns nach der Kohle wünschen: Wärme, Licht und Gemeinschaft, versorgt aus erneuerbaren Quellen.“
Das Projekt in Aldenhoven ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der Kirchengemeinde, dem Kirchenkreis, dem Mitweltausschuss, Green Planet Energy und regionalen Partnern wie dem Solarteur Die SolarStromMacher und Heizungsinstallateur Tournay Gebäudetechnik.
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Der Superintendent des Kirchenkreises Jülich, Pfarrer Jens Sannig, bedankte sich sehr herzlich bei Green Planet Energy und bei den Mitarbeitenden vor Ort für die gute Zusammenarbeit. Er würdigte dieses gelungene Projekt als einen wichtigen Baustein auf dem Weg zu einer Entlastung der Umwelt, oder mit kirchlichen Begriffen: zur Bewahrung der guten Schöpfung Gottes.
Eckdaten zur Wohnanlage in der Pützdorfer Str. 32-42 in Aldenhoven
Das Energiemanagementsystem vernetzt PV-Anlage, Wärmepumpe und Batteriespeicher intelligent, um den Eigenverbrauch zu erhöhen, Energiekosten zu senken und CO₂-Emissionen zu reduzieren.
Zu den rund 140 Mieter:innen zählen vor allem kinderreiche Familien, Alleinerziehende und Alleinstehende, die auf dem Wohnungsmarkt nicht genügend großen und preislich tragbaren Wohnraum fanden.
30 Wohnungen von 55-115 qm stehen zur Verfügung. Dazu Stellplätze und Mitnutzung des Gartens, der Hütte für Gemeinschaftsaktivitäten sowie der Kinder-Spielgeräte.
Die Ev. Kirchengemeinde Aldenhoven engagiert sich seit langem schwerpunktmäßig in der Gemeinwesenarbeit und versucht sozialraumorientiert Ressourcen für und von Menschen in und um Aldenhoven zu aktivieren. Die Wohnanlage ist dabei seit ihrer Errichtung Ende der 90er Jahre integraler Bestandteil der Gemeindearbeit. Dies hat in der Geschichte der Anlage die finanziell stets am Limit arbeitende Gemeinde immer wieder vor große Herausforderungen gestellt. Gleichzeitig fühlt sich die Gemeinde aber auch der Bewahrung der Schöpfung verpflichtet, die zu Nachhaltigkeit und baldiger CO₂-Neutralität anspornen müssen. Dafür, dass diese Ziele kein Gegensatz sein müssen, ist die energetische Neuaufstellung der Wohnanlage ein gutes Beispiel.
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