Rubrik Energie & Netze

N-ERGIE Netz GmbH schafft Grundlage für Smart-Meter-Rollout

Zwischenbilanz beim Aufbau der Kommunikationstechnik

12.12.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten 361

Vor dem Smart Meter kommt der Aufbau des Kommunikationsnetzes: Die N-ERGIE Netz GmbH setzt dabei auf Breitband-Powerline (BPL). In Nürnberg sowie in den Landkreisen Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen startete sie bereits mit der Montage und erzielte 2025 gute Fortschritte.

Seit dem Start im Sommer 2025 wurden rund 5.000 BPL-Modems und BPL-Signalverstärker in Kabelverteilerschränken und Ortsnetzstationen installiert. In Nürnberg und im Landkreis Ansbach ist die Montage bereits zu 70 Prozent abgeschlossen; im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist etwa ein Viertel der vorgesehenen BPL-Technik verbaut. Die BPL-Technik gewährleistet eine sichere und zuverlässige Kommunikation zwischen Smart Meter und Messstellenbetreiber – eine entscheidende Grundlage für die Digitalisierung der Energiewende.

Regionaler Fokus beim Rollout

Nun folgt die Montage der Smart Meter bevorzugt in den genannten Landkreisen. Die N-ERGIE Netz GmbH konzentriert sich zunächst auf Netzregionen, in denen besonders viele Photovoltaik (PV)-Anlagen auf Hausdächern installiert sind, was die Stromnetze stark beansprucht. Smart Meter erlauben den Netzbetreibern in Kombination mit Steuerboxen zum Beispiel PV-Anlagen zu steuern. Das ist eine gesetzliche Vorgabe, die seit Februar 2025 für alle PV-Anlagen mit einer installierten Leistung über 7 Kilowatt gilt.

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Neue Anlagen, die ungesteuert einspeisen, sind dauerhaft auf 60 Prozent ihrer Leistung begrenzt. Anlagen, die grundsätzlich keinen Strom ins Netz einspeisen, sind von der Pflicht ausgenommen. Auch wer eine steuerbare Verbrauchseinrichtung wie eine Wallbox oder eine Wärmepumpe betreibt, bekommt verpflichtend einen Smart Meter, ebenso Haushalte mit einem Stromverbrauch über 6.000 Kilowattstunden pro Jahr. Die dazugehörigen Steuerboxen werden derzeit für die verschiedenen Anwendungen getestet und ab 2026 sukzessive nachgerüstet.

Steuern für die Versorgungssicherheit

Vor dem Hintergrund eines durch PV-Einspeisung zeitweise hoch ausgelasteten Stromnetzes gewinnt die Steuerbarkeit von Anlagen für Verteilnetzbetreiber an Bedeutung. Um Leitungen oder Transformatoren vor Überlastung zu schützen, kann es insbesondere zur sogenannten „Mittagsspitze“ notwendig werden, PV-Anlagen zeitweise in ihrer Leistung zu reduzieren. Der regionalisierte Smart-Meter-Rollout mit Fokus auf „PV-Hotspots“ leistet somit perspektivisch einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit – ein Ziel, das Anlagenbetreibende und N-ERGIE Netz GmbH gemeinsam haben.

Aufholjagd bei der Quote

Mitte November 2025 waren bereits mehr als 10.000 Smart Meter im Netzgebiet der N-ERGIE installiert und ins Kommunikationsnetz eingebunden. Im Gegensatz zu den Funktechnologien, die zuvor erprobt wurden, nutzt BPL das Stromnetz als Datenautobahn. Damit gelingt die Kommunikation in über 90 Prozent der Einbauten. Vorherige Tests mit der eigentlich vorgesehenen LTE-Funkverbindung hatten im Netzgebiet der N-ERGIE Netz GmbH lediglich eine Erreichbarkeit von etwa 65 Prozent ergeben.

Im Sommer 2025 stellte die N-ERGIE ihre Strategie auf BPL um: „Wir haben beim Smart-Meter-Rollout durch die schlechte Erreichbarkeit mit LTE-Funkverbindung viel Zeit verloren. Jetzt holen wir kräftig auf – wenn es keine weiteren Lieferengpässe bei den intelligenten Zählern gibt“, stellt Andreas Fabri, Leiter Messtellenbetrieb, zufrieden fest.

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