Dieser Artikel wurde in der Ausgabe September 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.

Rubrik IT / Verwaltung / Security

Elektronische Rechnungen werden ab 1. Januar 2027 fast ohne Ausnahme für Unternehmen und im kommunalen Bereich in Städten, Landkreisen und Gemeinden Pflicht.

Jetzt handeln: letzte Chance zur rechtzeitigen Umsetzung der E-Rechnungs-Pflicht!

16.09.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten 170

Jetzt handeln: letzte Chance zur rechtzeitigen Umsetzung der E-Rechnungs-Pflicht!

Die E-Rechnungspflicht wird seit dem ersten Januar 2025 schrittweise eingeführt. Unternehmen müssen sich auf die Rechtslage einstellen, um Strafen zu vermeiden und ihre Effizienz zu steigern. Denn der Zwang sollte nicht den Blick auf die Chancen von XRechnung und ZUGFeRD trüben, denn es lassen sich durchaus Vorteile für das eigene Unternehmen generieren.

Was sind elektronische Rechnungen?

Elektronische Rechnungen sind per Gesetz ab dem 1. Januar 2025 Rechnungen, welche die CEN-Norm EN 16931 erfüllen. Sie stellen im Gegensatz zu Papierrechnungen oder PDF-Dateien Inhalte in einem strukturierten und maschinenlesbaren Datensatz dar; sie können elektronisch übermittelt und empfangen werden und sie können automatisiert weiterverarbeitet werden. Diese Norm wird von den Formaten XRechnung und ZUGFeRD erfüllt. Eine reine PDF-Rechnung ist keine elektronische Rechnung im Sinne des Gesetzes. Für den Rechnungsversand gelten folgende Regelungen:

  • Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle Unternehmen elektronische Rechnungen empfangen und verarbeiten können. Der Vorrang der Papierrechnung entfällt, der Empfang von E-Rechnungen welche die CEN-Norm EN 16931 erfüllen ist verpflichtend. Angesichts des zu erwartenden hohen Aufwandes für die Unternehmen hat der Gesetzgeber Übergangsregelungen vorgesehen: Für B2B-Umsätze aus den Jahren 2025 und 2026 dürfen weiterhin Papierrechnungen und elektronische Rechnungen, die nicht die Norm EN 16931 erfüllen übermittelt werden, wenn der Empfänger dem zustimmt.

    Advertising

    Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

  • Für B2B-Umsätze aus dem Jahr 2027 dürfen noch Papierrechnungen und nicht dem neuen Format entsprechende elektronische Rechnungen übermittelt werden, wenn der Rechnungsaussteller einen Jahresumsatz von unter 800.000 Euro hat und der Empfänger zustimmt.
  • Ab 1. Januar 2027 sind Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 800.000 Euro verpflichtet E-Rechnungen zu versenden, die dem Format EN 16931 entsprechen.
  • Ab 1. Januar 2028 sind alle Unternehmen verpflichtet, E-Rechnungen im Format EN 16931 zu versenden. Papierrechnungen und sonstige elektronische Formate entfallen.

Daraus folgt Handlungsbedarf für Unternehmen

  • Technische Voraussetzungen schaffen (sicherstellen, dass die Systeme in der Lage sind, E-Rechnungen zu empfangen und zu verarbeiten),
  • Prozesse anpassen (internen Prozesse zur Rechnungsverarbeitung müssen an die neuen Anforderungen angepasst werden),
  • Mitarbeiter schulen.

Die elektronische Rechnung hat für Unternehmen auch Vorteile stellt Sascha Dörr, Geschäftsführer der Cortility Gmbh, fest: „Richtig eingesetzt erleichtert die elektronische Rechnungsstellung auch den Eingangsrechnungs-Workflow im Unternehmen und führt zu schnelleren Zahlungen durch die Auftraggeber. Für die Unternehmen ist es die Gelegenheit, ihre Prozesse zu optimieren, die Effizienz und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Mit einem erfahrenen Partner an der Seite können diese Herausforderungen gemeistert werden “, so Dörr.

Der Druck zur Implementierung wird immer größer

Es geht kein Weg an der E-Rechnung vorbei, außerdem liegen die Vorteile der automatischen Verarbeitung strukturierter Rechnungsdaten für den effektiven Unternehmens-Workflow auf der Hand. Immer mehr Unternehmen erwarten, dass ihre Partner damit umgehen können.
Zeit- und Ressourcenaufwand dürfen nicht unterschätzt werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Projekte frühzeitig zu planen und zu starten.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Sie können diese Ausgabe kaufen oder ein Abonnement abschließen, um diesen Artikel hier sofort und komplett zu lesen. Mit einem Abonnement erhalten Sie zusätzlich jede gedruckte Ausgabe der Kommunalwirtschaft frei Haus.
Unser PDF Abo ist kostenlos! Abonnieren Sie dazu unseren Newsletter, in welchem ein Downloadlink zur jeweils aktuellen Ausgabe zur Verfügung gestellt wird.
Wenn Sie schon Abonnent der Kommunalwirtschaft sind, melden Sie sich an, um den Artikel zu lesen.
Das digitale Rathaus: Moderne Prozesse für moderne Städte und Kommunen
Das digitale Rathaus: Moderne Prozesse für moderne Städte und Kommunen

Städte und Kommunen sollen digitaler, schneller und bürgernäher werden. Doch vielerorts bremsen Insellösungen, Medienbrüche und gewachsene IT-Strukturen den For[...]

10.06.2026, Lesezeit ca. 8 Minuten

digitales
115 in Brandenburg: Verwaltung jetzt noch einfacher erreichbar

Die einheitliche Behördennummer 115 entwickelt sich in Brandenburg weiterhin sehr erfolgreich und ist ein wichtiger Baustein für eine moderne und bürgernahe Verwaltung.

01.06.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

digitales
Wenn die Stadt stillsteht: Wie Cyberangriffe Kommunen über Wochen lahmlegen
Wenn die Stadt stillsteht: Wie Cyberangriffe Kommunen über Wochen lahmlegen

Ein Cyberangriff auf eine Kommune wird selten in Serverlogs sichtbar, sondern zuerst im Alltag der Menschen. Termine fallen aus, Anträge gehen verloren, Abläufe[...]

27.05.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

digitales
Lizenz zum Stillstand: Was der Hannoveraner Datenschutz-Patzer über öffentliche IT-Beschaffung verrät
Lizenz zum Stillstand: Was der Hannoveraner Datenschutz-Patzer über öffentliche IT-Beschaffung verrät

Der in Hannover bekannt gewordene Vorgang rund um den Einsatz von Microsoft 365 an Schulen wirft gleich mehrere grundsätzliche Fragen auf. Die Verwaltungspraxis[...]

19.05.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

digitales
Portal für nachhaltige Kommunen gestartet
Portal für nachhaltige Kommunen gestartet

Messen, vergleichen und voneinander lernen: Digitale Plattform des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) und der Bertelsmann Stiftung unterstützt Städte, La[...]

15.05.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

digitales
Knackpunkt Kommunikation
Knackpunkt Kommunikation

„Nein, das kann ich nicht.“ Die Antwort von Anton Carniaux, Chefjustiziar von Microsoft France, schockierte Millionen Microsoft-Kunden & Regierungen in Europa. [...]

08.05.2026, Lesezeit ca. 8 Minuten

digitales
Digitale Souveränität trotz Fachkräftemangel
Digitale Souveränität trotz Fachkräftemangel

Immer wieder legen Cyberangriffe Verwaltungen lahm. Gleichzeitig fehlen Fachkräfte, um IT-Sicherheit wirksam umzusetzen. Städte, Landkreise und Gemeinden stehen[...]

07.05.2026, Lesezeit ca. 6 Minuten

digitales
Winkhaus erweitert elektronisches Schließsystem um Möbelschlösser für Spinde und Wertfächer
Winkhaus erweitert elektronisches Schließsystem um Möbelschlösser für Spinde und Wertfächer

Mit dem BE 80 Möbelschloss ergänzt Winkhaus das Portfolio seines elektronischen Schließsystems blueEvo um eine vielseitige Lösung für Spinde und Wertfächer. Das[...]

06.05.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

digitales
Wire Bund erlangt BSI-Zulassung für VS-NfD-eingestufte Informationen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erteilte dem Messenger Wire Bund die Zulassung für die Verarbeitung und Übertragung von Daten mit [...]

04.05.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

digitales
Innovative Redundanz: Patentiertes Messsystem von ACS setzt neue Standards bei der Pegelmessung!
Innovative Redundanz: Patentiertes Messsystem von ACS setzt neue Standards bei der Pegelmessung!

Mit seinem patentierten Pegelmesssystem hat ACS Control-System die Standards für Messsicherheit und -genauigkeit in der Wasserwirtschaft neu definiert! Das Beso[...]

22.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

digitales

Weitere Artikel in dieser Rubrik