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VCD: Hohe Spritpreise sind Ergebnis fossiler Abhängigkeit
10.03.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Bild: Istock / Marcus Millo
Die Spritpreise haben angesichts der Nahost-Krise zum ersten Mal seit Jahren wieder die Schwelle von 2 Euro übersprungen. Der ökologische Verkehrsclub VCD sieht darin einen erneuten Beleg, dass die gefährliche Abhängigkeit von fossilen Energien überwunden werden muss. Die Bundesregierung müsse jetzt umsteuern, fordert die VCD-Bundesvorsitzende Christiane Rohleder. Die Zukunft müsse den Erneuerbaren und der Elektromobilität gehören.
„Die explodierenden Spritpreise zeigen, dass die Abhängigkeit von Öl und Gas nicht nur ein Problem für das Klima ist, sondern auch für den Geldbeutel. Die Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen an der Zapfsäule gerade die Zeche für die deutsche Energieabhängigkeit“, sagt die VCD-Bundesvorsitzende Christiane Rohleder. „Diese Abhängigkeit kann nur reduziert werden, wenn wir in Deutschland unsere eigene Energie erneuerbar erzeugen. Wir müssen konsequent Richtung E-Mobilität und auch Alternativen zum Auto umsteuern.“
Es sei grundfalsch, dass die Bundesregierung es Eigenheimbesitzern schwerer mache, Solarenergie zu produzieren und die Regelungen zu emissionsfreien Fahrzeugen ab 2035 aufweichen wolle, kritisiert Rohleder. „Das verschärft die Abhängigkeit, statt sie zu reduzieren.“
Elektroautos schonen nicht nur Klima und Umwelt, sondern sind bei den Kosten den Verbrennern zumindest ebenbürtig. Weil sie nicht von Spritpreisen abhängig sind, sind ihre Kosten auch besser kalkulierbar. Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, fordert kluge Anreize, um die Kostenvorteile weiter zu steigern: „Eine CO₂-basierte Zulassungssteuer ist das Mittel der Wahl. Das sollte die Bundesregierung schnell umsetzen. Sie würde damit auch das anstehende Klimaschutzprogramm voranbringen.“
Ein Blick ins europäische Ausland zeige eindrucksvoll, wie eine solches Instrument die Elektromobilität andernorts zum neuen Normal werden lässt, so Müller-Görnert: „In Norwegen sind nahezu alle Neuwagen Stromer, in Dänemark über 80 Prozent. Deutschland hinkt hinterher – und wird von den Benzinkosten umso stärker getroffen. Das müssen wir ändern.“
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