18.02.2026 – Lesezeit ca. 5 Minuten 4
Der ehemalige Kohlebunker prägt das Bild der vergangenen Industriezeit (Bild: TU Dortmund / Uwe Grützner)
„Wie wollen wir morgen leben?“ Das ist die Leitfrage der Internationalen Gartenausstellung 2027 Ruhrgebiet (IGA 2027). Die IGA 2027 fokussiert sich auf Themen wie Gärten, Parks sowie Grünflächen und stellt diese in den Kontext des Zusammenlebens von Menschen in großen urbanen Räumen. Aktuelle Themen wie Umwelt, Klima, Energie und Stadtentwicklung ergänzen das Gesamtkonzept. Die Gartenausstellung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg des Ruhrgebiets hin zur grünsten Industrieregion der Welt. Die IGA 2027 versteht sich als Dekadenprojekt für das Ruhrgebiet mit erwarteten 2,6 Millionen Besuchern in Größenordnung und Außenwirkung vergleichbar mit der Kulturhauptstadt RUHR.2010.
Erstmals wird eine Gartenausstellung in einer Metropolregion dezentral durchgeführt und die ganze Region miteinbezogen. Die drei eintrittspflichtigen Zukunftsgärten Duisburg, Gelsenkirchen, Dortmund stellen die Hauptschauplätze der Internationalen Gartenausstellung dar und bieten den Besuchenden verschiedene Ausstellungs- und Themenschwerpunkte.
Der Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ wird sich im Zukunftsgarten Gelsenkirchen befinden. Auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Nordstern fand bereits im Jahre 1997 eine Bundesgartenschau statt und genau dreißig Jahre später steht nun die Emscherinsel im Fokus der Internationalen Gartenausstellung. Eingebettet zwischen Rhein-Herne-Kanal und der renaturierten Emscher ist die Insel mit dem historischen Kohlebunker der Zeche Nordstern bereits heute ein beliebtes Ausflugsziel für die Menschen im Ruhrgebiet. Mit der Internationalen Gartenausstellung wird dieses Areal aufgewertet und neue Aufenthaltsqualität geschaffen. Idyllisch von schattengebenden Bäumen umgeben, wird sich der Ausstellungsbereich „Grabgestaltung und Denkmal“ im südwestlichen Teil des Zukunftsgarten befinden.
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Neben neuen kreativen Ideen veranstalten die IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH und der Bund deutscher Friedhofsgärtner im ZVG e.V. in bewährter Manier wieder den Grabgestaltungswettbewerb, zu dem wir mit dieser Ausschreibung aufrufen. Werden Sie ein Teil dieser einzigartigen Gartenausstellung in der Metropolregion Ruhrgebiet, zeigen Sie Ihr Können und bewerben Sie sich mit Ihren Gestaltungsideen.
Sechs gute Gründe für die Teilnahme am Wettbewerb
Der Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ auf der IGA 2027 Ruhrgebiet wird ideell getragen vom Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) sowie dem Bundesverband deutscher Steinmetze (BIV). Der BIV führt auf dem Ausstellungsteil einen Grabzeichenwettbewerb durch. Beim Ausstellungsteil „Grabgestaltung“ zeigen die Friedhofsgärtner ihr kreatives und individuelles Können, indem sie das jeweilige Mustergrab in Abstimmung zum Grabmal gestalten.
Neben der Erstbepflanzung, bei der auch der Frühjahrsflor gepflanzt wird, gibt es eine Sommerbepflanzung sowie eine Herbstbepflanzung. Zu allen drei Terminen wird im Anschluss von einer Jury die Gestaltung bei allen teilnehmenden Friedhofsgärtnern bewertet.
Die Details zum Wettbewerb sind in den Richtlinien für Aussteller und Preisrichter für den Wettbewerb „Grabgestaltung“ sowie der dazugehörigen Pflanzenliste festgelegt.
Nach der Anmeldung1 erfolgt eine Verteilung der Mustergräber an die interessierten Friedhofsgärtner. Hierbei wird zwischen der Teilnahme am Wettbewerb und der Teilnahme mit einem reinen Ausstellungsgrab unterschieden. Bei der Auslosung wird darauf geachtet, dass möglichst alle Wünsche erfüllt werden können. Einen Anspruch darauf, dass dies gelingt, gibt es allerdings nicht, da die Verteilung von den Interessensbekundungen und den zur Verfügung stehenden Gräbern abhängt.
Das Grabmal und somit auch die Grabposition im Ausstellungsteil werden per Losverfahren festgelegt. Dies geschieht in der „Zulosung“ am 21.06.2026. Im Anschluss können die Gärtner dann ihre Flächen planen und haben zudem noch Zeit, die passenden Pflanzen selbst zu produzieren oder bei Kollegen zu bestellen.
In den vergangenen Jahren ist es dem BdF gelungen, mit Hilfe des Pflegemodells die Grundpflege der Gräber zu gewährleisten. Auch für Gelsenkirchen ist geplant, die Grundpflege zentral zu organisieren. Die Details hierzu werden im Jahr 2026 erarbeitet. Jedes Mustergrab wird beschildert. Auf diesen Schildern werden neben den Kontaktdaten der Aussteller auch die Rahmenbepflanzung und Bodendecker aufgeführt. Diese sind daher vorab an die IGA 2027 Ruhrgebiet zu melden, sodass zur Eröffnung die Schilder gesteckt werden können.
Vergütung
Die IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH zahlt an die Aussteller eine pauschale Vergütung für den Ausstellungsbeitrag. Diese beinhaltet die dreimalige Bepflanzung
(Frühjahr, Sommer, Herbst) und den Transport.
Es sind laut Ausstellungsordnung die folgenden Pauschalbeträge (netto) vereinbart:
Folgende Anzahl an Grabstellen stehen zur Verfügung:
Im Ausstellungsteil stehen 61 Grabstellen, davon 24 Einzelgrabstellen, 17 Doppelgrabstellen, 5 fließende Formen und 15 Urnengrabstellen zur Verfügung.
Der Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ wird durch weitere Gestaltungen und Ausstattungen zur modernen und zukunftsweisenden Friedhofs- und Trauerkultur ergänzt.
Bei Interesse an einer Teilnahme melden Sie sich über das Online-Formular1 an.
Projektmanagerin
Susanne Dietz, Tel: +49 201 565 769 85 / E-Mail: s.dietz@iga2027.ruhr Mobil: +49 152 52818320
Auslober
IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH, Huyssenallee 82-88, 45128 Essen