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Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Dieser Artikel wurde in der Ausgabe der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Prokon erhält Genehmigung für Windpark-Repowering in Horst (Holstein)
Vier Windenergieanlagen ersetzen acht und erreichen die doppelte Leistung
06.04.2023 – Lesezeit ca. 3 Minuten
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Windenergie-Tuning in Schleswig-Holstein: Prokon plant den Austausch von acht Windenergieanlagen im Kreis Steinburg, die seit 1999 in Betrieb sind. Die entsprechende Genehmigung erhielt die Energiegenossenschaft kürzlich vom Landesamt für Umwelt des Landes Schleswig-Holstein. Acht bestehende Windenergieanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 10,4 Megawatt werden durch vier neue Anlagen ersetzt, die zusammen rund 22 Megawatt installierte Leistung besitzen. Aktuell sieht Prokon Anlangen vom Typ GE 5.5-158 vor. Bereits im Sommer 2025 sollen sie in Betrieb genommen werden.
Der Windpark in Horst war der erste, den Prokon seinerzeit errichtet hat. Die acht Windenergieanlagen (WEA) dort haben rechnerisch rund 9.200 Drei-Personen-Haushalte mit erneuerbarem Strom versorgt. Zukünftig wird sich die Energieausbeute mehr als vervierfachen. „Durch Repowering kann in den nächsten Jahren eine gewaltige Menge an zusätzlicher Kapazität erreicht werden. Deutschlandweit schätzt man das Potenzial auf 78 Gigawatt ", erklärt Henning von Stechow, Vorstandsvorsitzender von Prokon. Das Unternehmen bereitet derzeit Genehmigungsanträge für vier weitere Repowering-Projekte vor.
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Vorbildliches Genehmigungsverfahren
„Wir sind höchst erfreut über die schnelle Genehmigung bei diesem Projekt. Das komplette Verfahren hat keine sechs Monate gedauert", informiert Christoph Rosengarten, Projektleiter für den Windpark Horst und Bereichsleiter Projektentwicklung & Bau bei Prokon. Zuständig für die Genehmigung war das Landesamt für Umwelt des Landes Schleswig-Holstein (LfU), Regionaldezernat Südwest, Zweigstelle Itzehoe. „In der Vergangenheit haben Genehmigungsverfahren nicht selten mehrere Jahre gedauert. Die aktuelle zügige Bearbeitung der Behörde zeigt, dass der Ausbau der Windkraft auch auf den Ämtern eine neue Priorität bekommen hat. Das bewerten wir als sehr positiv", sagt der Fachmann.
Lage an der Bundesautobahn – Schutz der Tierwelt
Der Windpark wird zukünftig im Autobahnkreuz der A20/A23 liegen, aktuell läuft das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der A20. Die Eignungsfläche der WEA ist entsprechend eingeplant, alle gesetzlichen Abstände zu Einzelgebäuden und Kommunen sowie den Autobahnen werden eingehalten. Ebenfalls vorgesehen sind sogenannte Ablenkflächen zum Schutz windkraftsensibler Vogelarten wie Weißstörche und Rotmilane. Ablenkflächen werden mit dem Ziel bewirtschaftet, den Vögeln alternative Jagdreviere zu bieten und sie somit von den Windenergieanlagen fernzuhalten. Zusätzlich werden die WEA während und nach Ereignissen wie der Ernte oder Mahd abgeschaltet, um aktive Vögel zu schützen.
Bewährter Windstandort
Horst hat sich für das Ernten von Windenergie bestens bewährt. Auf Nabenhöhe in rund 120 Metern herrscht eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von sieben Metern pro Sekunde. „Das ist ein ordentlicher Wert. Außerdem liegt der Standort nahe des 100-Prozent-Referenzwertes nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz", informiert Christoph Rosengarten. Mit dem Referenzertragsmodell regelt das EEG die Vergleichbarkeit von Windenergieanlagen unabhängig von ihrem Standort.
Projektplanungsschritte
Bis sich die neuen Anlagen für die Windenergie drehen, dauert es noch etwas. So wird Prokon die Auflagen der Genehmigung abarbeiten und an einem Ausschreibungsverfahren teilnehmen. Von der Bestellung bis zur Lieferung der Bauteile vergehen rund 18 Monate. Der Aufbau der neuen Windenergieanlagen sowie der Abtransport der alten WEA wird sich aufgrund der Nähe zur Autobahn-Abfahrt Elmshorn und der vorhandenen Zuwege problemlos gestalten. „Einige der Wege werden wir danach nicht weiter benötigen. Sie werden zurückgebaut und entsiegelt. Die ausgemusterten Windenergieanlagen verkaufen wir weiter oder lassen sie recyclen", erklärt Christoph Rosengarten. Prokon plant, die neuen Windenergieanlagen am Umspannwerk Steinburg anzuschließen, an dem auch der bestehende Windpark angeschlossen ist. Das Umspannwerk wird bis dahin für den höheren Bedarf ausgebaut. Planmäßig will Prokon den neuen Windpark im Sommer 2025 in Betrieb nehmen.
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