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Das Nationale Begleitgremium (NBG) traf sich zur konstituierenden Sitzung in Berlin. (Bild: NBG)
Nach fast drei Jahren ausbleibender Nachbesetzung arbeitet das Nationale Begleitgremium (NBG) endlich wieder in voller Stärke an der Begleitung der Suche nach einem Endlagerstandort. In anderer Zusammensetzung und mit neuem Schwung nimmt das Gremium die angekündigten Änderungen des Standortauswahlgesetzes ins Visier mit dem Ziel, das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Endlagersuche weiter zu stärken.
Zehn neue Köpfe, zwei erfahrene Wiederbestätigte und die sechs Bürgerinnen und Bürger: Das Nationale Begleitgremium (NBG), das die Suche nach einem Standort für ein Endlager für hoch radioaktive Abfälle unabhängig und vermittelnd begleitet, ist wieder vollständig besetzt. Am 14. Januar traf sich das Gremium zur konstituierenden Sitzung in Berlin. Nach fast drei Jahren Unsicherheit über seine Zukunft herrscht nun Klarheit – und Tatendrang.
Maria-Theresia Schafmeister, NBG-Mitglied seit 2020 und Interim-Ko-Vorsitzende: „Die Unsicherheit ist endlich vorbei. Jetzt können wir wieder richtig loslegen und unserer gesetzlichen Aufgabe nachgehen: nämlich kritische Nachfragen stellen, Vertrauen stärken und transparent zwischen Politik, Fachwelt und Gesellschaft vermitteln.“
Die Aufgabenliste ist lang
Ein zentrales Projekt 2026 ist die Begleitung der geplanten Änderungen des Standortauswahlgesetzes (StandAG). Die Ideen, die das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) auf dem Forum Endlagersuche in Hannover vorgestellt hat, müssen kritisch begleitet, eingeordnet und unter Einbeziehung der Öffentlichkeit diskutiert werden.
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Marion Durst, seit Juli 2018 als Bürgervertreterin im NBG: „Die ausgeschiedenen Mitglieder haben vieles angestoßen und wichtige Weichen gestellt. Nun ist es an uns, die Arbeit weiterzuführen, die anstehende Gesetzesänderung und kommende Beteiligungsformate mitzugestalten. Jetzt heißt es: Ärmel hoch und weiter mit der Arbeit.“
Darüber hinaus stehen Gespräche mit der Entsorgungskommission (ESK) zu technischen Fragen wie der untertägigen Erkundung ohne Bergwerk auf der Agenda, ebenso wie regelmäßige Beratungen mit allen Beteiligten der Endlagersuche. Voll besetzt will das Gremium seine Rolle als unabhängiger Vermittler weiterhin konsequent ausfüllen als verbindendes Element zwischen allen Akteuren im Verfahren.
Das Jahr 2026 beginnt für das NBG also nicht nur mit neuen Gesichtern, sondern auch mit klarer Mission: die Endlagersuche transparent, dialogorientiert und verlässlich zu begleiten – in einem Verfahren, das nicht nur geologische und technische Expertise, sondern auch gesellschaftliches Vertrauen erfordert.
Über das Nationale Begleitgremium
Das Nationale Begleitgremium (NBG) ist ein unabhängiges, pluralistisch zusammengesetztes Gremium. Es wurde im Dezember 2016 ins Leben gerufen. Das NBG kann sich unabhängig mit sämtlichen Fragestellungen zum Verfahren befassen, die zuständigen Institutionen befragen und Stellungnahmen abgeben. Dies ist in § 8 Abs. 1 des Standortauswahlgesetzes (StandAG) festgeschrieben.
Zu den anerkannten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gehören
Günter Baaske, Diplomlehrer für Physik und Mathematik & ehemaliger Minister der Brandenburger Landesregierung
Norbert Dregger, Assessor des Bergfachs
Dr. Dr. h.c. Markus Dröge, ehemaliger Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg – schlesische Oberlausitz, Vorstandssprecher der Stiftung Zukunft Berlin
Dr. Barbara Hendricks, ehemalige Bundesumweltministerin
Alexander König, ehemaliges Mitglied des Bayerischen Landtages
Prof. Dr. Johann Köppel, ehemaliger Leiter des Fachgebietes Umweltprüfung und Umweltplanung an der TU Berlin
Sylvia Kotting-Uhl, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages & ehemaliges Mitglied der Endlagerkommission
Karsten Möring, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hartmut Rosa, Professor für Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena & Direktor des Max-Weber-Kollegs der Universität Erfurt
Prof. Dr. Maria-Theresia Schafmeister, Geologin, Lehrstuhl für Angewandte Geologie/Hydrogeologie an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Thorsten Stumpf, Professor für Radiochemie/Radioökologie an der TU Dresden & Direktor des Instituts für Ressourcenökologie am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
Dipl.-Ing. Stefan Wenzel, ehemaliger Niedersächsischer Umweltminister, ehemaliger Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium & ehemaliges Mitglied der Endlagerkommission
Als Bürgervertreter*innen weiterhin benannt sind
Dipl.-Ing. Andy Barnekow, Ingenieur & Marineoffizier, Königswinter/Nordrhein-Westfalen
Silke Brenner, IT-Lizenzmanagerin, Kiel/ Schleswig-Holstein
Marion Durst, Diplompädagogin für Physik, Astronomie und Mathematik & Mediatorin, Jena/Thüringen
Christoph Komoß, Raumausstattermeister, Bremen
Jürgen Rüffer, Vermessungsingenieur, Hannover/Niedersachsen
Arnjo Sittig, Student der Soziologie, Chemnitz/Sachsen
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