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Mit dem neuen Lernhaus setzt die Dominik-Brunner-Schule Ergoldsbach Maßstäbe: Helle Räume, ein offenes pädagogisches Konzept und die durchdachte, natürliche Akustiklösung schaffen eine inklusive Lernumgebung.
Mit dem Anbau eines neuen Lernhauses hat die Dominik-Brunner-Schule Ergoldsbach nicht nur zusätzliche Klassenräume gewonnen, sondern ein architektonisch wegweisendes Gebäude erhalten. Vier neue Klassenzimmer mit Nebenräumen, ergänzt durch eine helle Aula über zwei Geschosse, eröffnen vielfältige Lern- und Aufenthaltsmöglichkeiten. Bindhammer Architekten, Stadtplaner, Ingenieure gestalteten die Aula ist dabei das Herzstück: Sie ist nicht nur Versammlungsort, sondern kann als Raum für offene Pädagogik, für klassenübergreifendes Arbeiten und bei schlechtem Wetter als zusätzlicher Pausenraum genutzt werden. Das große Oberlicht schafft wechselnde Lichtstimmungen und prägt die Atmosphäre zu jeder Tageszeit. Ebenso entscheidend ist die Raumakustik: Für den großvolumigen, intensiv genutzten Raum wurde sie zur zentralen Planungsaufgabe, um optimale Nutzbarkeit, Sprachverstehen und Aufenthaltsqualität zu schaffen.
Ein wesentlicher Qualitätsfaktor dafür ist der Einsatz von Akustikpaneelen aus Echtholz (LIGNO® Akustik), die mit ihrer natürlichen Materialität, ästhetisch und funktional überzeugen. Künstliche Filze findet man nicht, stattdessen wurde auf Materialien mit hoher baubiologischer Güte großer Wert gelegt. Holzfaser-Absorber dämpfen den Schall, reduzieren Nachhallzeiten und sorgen für akustische Barrierefreiheit – eine oft unterschätzte Voraussetzung für gleichberechtigtes Lernen und Teilhabe. Dies gilt für die Klassenzimmer ebenso wie für die Aula und den neu geschaffenen Spielflur: Offene Zonen mit einzelnen Lern- und Spielinseln laden zum gemeinsamen Arbeiten, Spielen und Kommunizieren ein. Wo viele Stimmen zusammentreffen sorgt die gezielte Akustikgestaltung für ruhige Zonen und ein entspanntes Miteinander.
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Neben der auditiven Zugänglichkeit wurde auch die physische Barrierefreiheit konsequent berücksichtigt: Zwei neu angebaute Aufzüge erschließen nun Bestand und Erweiterung vollständig. So sind alle Bereiche der Schule für jede Nutzergruppe erreichbar. Das Zusammenspiel von inklusiver Architektur, akustischer Qualität und Materialien mit hoher baubiologischer Güte macht das Lernhaus zu einem Modellprojekt moderner Schulbaukultur.
Kein Wunder also, dass die Erweiterung sowohl in das Programm der Architektouren 2025 aufgenommen wurde als auch das KlimaKulturKompetenz-Prädikat im Bereich „Barrierefreiheit“ erhielt. Ein deutliches Signal dafür, dass Baukultur heute mehr ist als funktionale Hülle: Sie schafft Räume, die durchdacht, inklusiv und sinnlich erlebbar sind.
Decken: Obermeier GmbH & Co. KG, Landau an der Isar
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