Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Dieser Artikel wurde in der Ausgabe Juni / Juli 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Die erste bundesweite digitale Plattform für kommunale Demografiegestaltung ist gestartet
Kommunen gehen neue Wege bei der Bewältigung des demografischen Wandels
16.06.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten
86
Den demografischen Wandel gibt es nicht erst seit gestern. Die Veränderungen unserer Gesellschaft dauern stetig an und sind tiefgreifend: Wir werden weniger, älter und vielfältiger. Seit langem setzen sich viele Engagierte mit der Frage auseinander, wie der Wandel auf kommunaler Ebene – in den Dörfern, Städten, Gemeinden und Landkreisen – gestaltet werden kann. Was es bisher nicht gab: Einen Ort, an dem (Praxis)-Wissen gebündelt und Austausch sowie gegenseitige Unterstützung über Stadtgrenzen hinaus stattfinden kann. Der Zukunftsraum Demografie füllt diese Lücke. Seit dem 27. Mai ist die bundesweite digitale Plattform geöffnet. Umgesetzt wurde sie vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V.
Der Zukunftsraum Demografie ist mehr als eine Website. Er ist ein eigenes Netzwerk, das Räume öffnet und zur Mitgestaltung einlädt. Es richtet sich an alle, die den demografischen Wandel in den Kommunen aktiv gestalten: Landrätinnen und Landräte, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Mitarbeitende aus kommunalen Verwaltungen, Ehrenamtliche. Eine Registrierung ist kostenfrei und innerhalb weniger Minuten erledigt.
Christiane Knirsch, Leiterin der Geschäftsstelle Zukunftsraum Demografie, betont: „In den Kommunen ist der Wunsch nach Vernetzung und kollegialem Austausch sehr hoch, das haben unsere Modellprojekte der vergangenen Jahre gezeigt. Die Erfahrungen aus der ‚Demografiewerkstatt Kommunen‘ (DWK, 2016-2020) und der ‚Zukunftswerkstatt Kommunen – Attraktiv im Wandel‘ (ZWK, 2021-2024) zeigen aber auch, dass starre Strukturen, Personalmangel und finanzielle Probleme die Kommunen oft darin ausbremsen, sich über die Grenzen ihrer eigenen Verwaltung hinaus gezielt zu vernetzen und voneinander zu lernen.“ Nicht jede Kommune muss das Rad der guten Lösungen neu erfinden. Im Zukunftsraum Demografie kommen nach dem Prinzip „Biete/ Suche“ Personen zusammen, die an ähnlichen Herausforderungen arbeiten.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Neben dem offenen Angebot des Austauschs bietet das Netzwerk weitere konkrete Vorteile: Alle Mitglieder haben exklusiven Zugang zu einer Mikroförderung (bis zu 5000 Euro pro Kommune pro Jahr auf Antrag), die eingesetzt werden kann, um externe Beraterinnen und Berater zu beauftragen oder sich interkommunal zu Demografiethemen zu vernetzen. Ein besonderer Fokus liegt hier auf der Förderung strukturschwacher Regionen. Außerdem steht eine wachsende Wissenssammlung zur Verfügung und es sind regelmäßige Online-Seminare, E-Learning-Kurse und jährliche Vernetzungstreffen in Präsenz geplant. Das Besondere an diesem Modellprojekt: Dank seiner offenen, agilen Struktur kann es flexibel auf die Bedarfe der Kommunen reagieren. Die Plattform wurde im engen Dialog mit der Zielgruppe konzipiert und getestet.
Ziel des Projekts ist, die Kommunen bestmöglich bei ihrer großen Gestaltungsaufgabe zu unterstützen. Damit die Lösungen, die vor Ort entstehen, ihre volle Wirkung entfalten können: gleichwertige Lebensverhältnisse und Teilhabe für alle – für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine starke Demokratie.
Der „Zukunftsraum kommunale Demografiegestaltung“ wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Die Geschäftsstelle ist im Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. angesiedelt.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Sie können diese Ausgabe kaufen oder ein Abonnement abschließen, um diesen Artikel hier sofort und komplett zu lesen. Mit einem Abonnement erhalten Sie zusätzlich jede gedruckte Ausgabe der Kommunalwirtschaft frei Haus.
Unser PDF Abo ist kostenlos! Abonnieren Sie dazu unseren Newsletter, in welchem ein Downloadlink zur jeweils aktuellen Ausgabe zur Verfügung gestellt wird.
Wenn Sie schon Abonnent der Kommunalwirtschaft sind, melden Sie sich an, um den Artikel zu lesen.
Samba im Belebungsbecken
Die Nereda®-Technologie erlaubt eine kosteneffiziente, nachhaltige sowie platzsparende Abwasserreinigung und bringt damit die aktuell wichtigsten Herausforderun[...]
Saubere Sandflächen im Kölner Zoo durch die „Baby Tapiro“ Sandreinigungsmaschine von CFC-Sandreiniger D.A.CH.
Im Kölner Zoo, dem drittältesten Deutschlands, leben über 10.000 Tiere aus rund 850 Arten. Der Zoo ist 20 Hektar
groß und verfügt über gepflegte Parkanlagen sa[...]
Erste landesweite OGS-Umfrage zeigt: Städte und Gemeinden stemmen Rechtsanspruch trotz schwieriger Voraussetzungen
Mit Beginn des neuen Schuljahres liegt erstmals ein flächendeckendes Bild über den Stand der Umsetzung des seit dem 1. August 2026 geltenden Rechtsanspruchs auf[...]
Kommunale Betriebe halten Netze instand, deren Investitionsrückstand seit Jahren wächst, und verlieren gleichzeitig ihre erfahrensten Techniker an den Ruhestand[...]
NHW bringt Zukunftsthemen der Stadt- und Immobilienentwicklung auf die Expo Real
Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) bietet bei ihrem Auftritt auf der Expo Real 2026 in München ein umfangreiches Fachprogramm. In s[...]
Jobs-beim-Staat.de hat seinen Internetauftritt grundlegend überarbeitet. Eine klarere Struktur bringt Ordnung in die oft unübersichtliche Welt des öffentlichen [...]
Wenn an einem Spieltag zehntausende Menschen gleichzeitig unterwegs sind, wird sichtbar, wie gut eine Stadt funktioniert. Verkehrswege, öffentliche Räume und ze[...]
Seit Januar 2017 betreibt die Stadtreinigung Hamburg (SRH) einen wichtigen Teil der Hamburger Infrastruktur − die Mehrheit der öffentlichen Toiletten. Und die s[...]