Rubrik Allgemein

Ministerium der Finanzen und NRW.BANK optimieren ihr Unterstützungsangebot für Wirtschaftlichkeitsvergleiche im kommunalen Hochbau

Neues Rechenmodell ist nutzerfreundlicher und praxisnäher

26.05.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten 97

Um Kommunen in Nordrhein-Westfalen noch gezielter bei Wirtschaftlichkeitsvergleichen für Hochbauprojekte zu unterstützen, haben das Ministerium der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen und die NRW.BANK ihr Unterstützungsangebot grundlegend erneuert. Das Angebot besteht weiterhin aus einem methodischen Leitfaden, einem darauf aufbauenden Excel-basierten Rechenmodell und einem dazugehörigen Handbuch. Alle drei Bausteine wurden allerdings umfassend inhaltlich überarbeitet und weiterentwickelt – basierend auf über zehn Jahren Praxiserfahrung. Auch aktuelle Nachhaltigkeitsanforderungen und neue Vorgaben aus der Kommunalen Haushaltsverordnung NRW (KomHVO NRW) wurden eingearbeitet.

Wirtschaftlichkeitsvergleiche ermöglichen es Kommunen, verschiedene Handlungsoptionen für Hochbauprojekte systematisch hinsichtlich ihrer längerfristigen Kosten und Nutzen zu analysieren. So können zum Beispiel die Alternativen Neubau und Sanierung oder Finanzierung und Anmietung gegenübergestellt werden. Damit schaffen Wirtschaftlichkeitsvergleiche eine belastbare Grundlage für kommunale Investitionsentscheidungen und tragen dazu bei, kommunale Haushalte nachhaltig zu steuern.

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Kernstück des Unterstützungsangebots von Land und NRW.BANK ist das neue „Kommunale Rechenmodell für Wirtschaftlichkeitsvergleiche NRW (KRM)“. Es wurde für typische kommunale Hochbaumaßnahmen konzipiert, zum Beispiel für Schulen, Kitas, Verwaltungsgebäude, Sportstätten oder Feuer- und Rettungswachen.

Das Vorgängermodell „WU-NKF Rechenmodell“ wurde zuletzt von rund der Hälfte der nordrhein-westfälischen Kommunen genutzt.

Die neue von Land und NRW.BANK entwickelte Version – das KRM – ist nutzerfreundlicher und bietet eine Vielzahl an praxisrelevanten Erweiterungen. Zum Beispiel:

  • Längere Betrachtungsdauer: Wirtschaftliche Auswirkungen lassen sich über einen Zeitraum von bis zu 60 Jahre analysieren, zuvor waren es 32 Jahre. Das erleichtert den Kommunen eine nachhaltige Vorhabenplanung.
  • Nutzwertanalyse: Neben monetären können qualitative Aspekte wie Klimaschutzziele, Standortvorteile oder flexible Nutzung systematisch bewertet werden. Das Modell berücksichtigt damit Kriterien, die für die Entscheidungsfindung der Kommunen deutlich an Bedeutung gewonnen haben.
  • Integration ökologischer Aspekte: Optional kann unter anderem der CO₂-Ausstoß eines Gebäudes in der Bau- und der Betriebsphase erfasst werden und strukturiert in die Ergebnisse einfließen. Kommunen können Gebäude so nachhaltiger planen.

Die NRW.BANK stellt das vollständige Angebot – bestehend aus Leitfaden, Rechenmodell und Handbuch – kostenfrei auf ihrer Website zur Verfügung. Für den Zugang zu Rechenmodell und Handbuch genügt eine einfache Nutzungsvereinbarung.

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