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Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Zugegeben, es klingt ein wenig paradox: Ausgerechnet an jenen Orten, an denen Menschen ihre
letzte Ruhestätte finden, soll mehr Leben einziehen? Ja, und zwar in Form von Bienen, Schmetterlingen, Vögeln und zahlreichen weiteren Tiere, die an heimischen Blühpflanzen und naturnahen Strukturen Nahrung und Nistplätze finden. Der Friedhofsausschuss und die Blühinitiative Asendorf (Niedersachsen) zeigen, dass es geht! Zwischen grünem Rasen, Efeu und Grabsteinen verwandelten
sie mindestens 100 Quadratmeter in farbenfrohe Blühparadiese. Kuckucks-Lichtnelke (Silene floscuculi), Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) & Co. bieten aber nicht nur der heimischen Tierwelt ein willkommenes Plätzchen. Auch die Friedhofsbesucher*innen können sich
an der Blütenpracht und dem emsigen Treiben erfreuen. Eine farbige Infotafel klärt über die
Umgestaltung auf. Für ihr Engagement erzielten die Naturfreund*innen einen zweiten Platz in der
Kategorie „Kommunale Flächen, Parks und Baumscheiben“ beim Deutschland summt!-
Pflanzwettbewerb.
Auch in Wetzlar (Hessen) gibt es prämiertes Friedhofsgrün. Hier waren die Azubis des Stadtbetriebsamtes in Kooperation mit der Friedhofsverwaltung und der Unteren Naturschutzbehörde
aktiv. Sie schufen auf gut 80 Quadratmetern unter anderem eine mit Stauden bepflanzte Trockenmauer und eine Wildblumenwiese. Der Clou dabei: Für den Bau der Mauer recycelten sie alte
Grabsteine!
Auch in diesem Jahr prämiert die Jury des Deutschland summt!-Pflanzwettbewerbs wieder insektenfreundlich gestaltete Flächen – in insgesamt neun Kategorien, u. a. kommunale Flächen, Privatgärten, Kleingartenparzellen sowie Schul- und Jugendclubgärten. Jurorin und Diplom-Geoökologin
Sigrid Tinz dazu: „Es gibt schon jetzt eine Menge Gruppen und Vereine, Gemeinden und einzelne
Leute, die sich für ihren Friedhof stark machen, Teiche anlegen, Wiesen säen, Insektenhotels
aufstellen. Sie alle sind eingeladen, mitzumachen!“
Der Wettbewerb ist ein Angebot der Berliner Stiftung für Mensch und Umwelt. Er findet jährlich vom
1. April bis zum 31. Juli statt. Zu gewinnen gibt es Urkunden, Sachpreise und mit etwas Glück bis zu
400,00 €.
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