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Die Wupper in Wuppertal Sonnborn (Foto: Wupperverband)
In Erinnerung an die erste Weltumweltkonferenz im Jahr 1972 findet jährlich am 5. Juni der Tag der Umwelt statt. Dieser soll als Zeichen für den Schutz unserer Umwelt stehen und auf die weltweite Naturzerstörung aufmerksam machen.
Der Wupperverband leistet mit seiner Aufgabenerfüllung im Wuppergebiet einen wichtigen Beitrag für Umwelt- und Artenschutz. Durch die Weiterentwicklung der Abwassereinigung in seinen 11 Kläranlagen hat sich die Qualität der Wupper deutlich verbessert. Viele Gewässerabschnitte wurden bereits renaturiert. Durch die naturnahe Umgestaltung technisch ausgebauter Flussufer wird der Lebensraum für Pflanzen und Tiere verbessert.
Bis in die 1980er Jahre war die Wupper nahezu fischfrei. Heute tummeln sich im Fluss wieder rund 30 unterschiedliche Fischarten. Auch andere Tiere wie Eisvogel oder Biber leben in dem Gebiet.
Auch die Talsperren, die für wasserwirtschaftliche Aufgaben genutzt werden, sind gleichzeitig Lebensraum für Tiere und Pflanzen. An der Trinkwassertalsperre Große Dhünn, die durch eine Wasserschutzzone 1 geschützt ist, haben sich zahlreiche Arten angesiedelt oder sind zu Gast an und auf der Talsperre, zum Beispiel Flussregenpfeifer, Schwarzstörche, Zauneidechse, Ringelnatter sowie Insekten- und Pflanzenarten.
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An manchen Gewässern im Umfeld der Talsperren wurden über 20 verschiedene Libellenarten beobachtet.
Kooperation mit Biologischen Stationen
In einer 2013 gegründeten Kooperation mit den Biologischen Stationen im Verbandsgebiet wurden zudem bereits verschiedene Artenschutzprojekte durchgeführt.
Das Ziel ist, mit praktischen Projekten im Wupperverbandsgebiet den Artenschutz zu fördern und die biologische Vielfalt zu erhalten. So wurden z. B. auf Kläranlagen Nisthilfen für Vögel und Fledermauskästen an Betriebsgebäuden angebracht, geeignete Biotope für seltene und gefährdete Amphibien, Reptilien oder Wasservögel entwickelt, vorhandene Grünflächen nach biotopschutzfachlichen Kriterien als artenreiche, wildere Wiese statt „englischem Rasen“ gepflegt, geeignete Fassaden begrünt.
Weitere Arbeitsfelder für die Kooperation sind z. B.: Flächen an Talsperren (Ausgleichsflächen, Sonderbiotope, Vorsperren) optimieren, den Verband bei Gewässerprojekten und dem Monitoring für die EU-Wasserrahmenrichtlinie zu unterstützen und vieles mehr.
Jubiläum Wupperverband 95 Jahre: Veranstaltungsangebot mit Biologischen Stationen
Der Wupperverband feiert in diesem Jahr sein 95-jähriges Bestehen. Im Jahresverlauf bietet dieser deshalb zahlreiche Veranstaltungen an, um seine Aufgaben vorzustellen und gemeinsam mit Partnern das Thema Wasser, die Wupper und ihre Nebenbäche in vielen Facetten erlebbar zu machen. Ein Veranstaltungsschwerpunkt im Jubiläumsjahr sind Exkursionen mit den Biologischen Stationen, beispielsweise zu Libellen und Fledermäusen. Die nächste Veranstaltung zum Thema Libellen findet bereits am 07. Juni, gemeinsam mit der Biologischen Station Oberberg, statt.
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