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Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Die Forces Motrices de Martigny-Bourg (FMMB) haben heute offiziell die erste Schweizer Niederdruckturbine vom Typ VLH (Very Low Head) in Betrieb genommen. Die im Unterwasserkanal des Flusskraftwerks Martigny-Bourg installierte neue Turbine wird rund 850'000 kWh pro Jahr produzieren, was dem durchschnittlichen jährlichen Verbrauch von knapp 200 Haushalten entspricht. Sie optimiert so die am Standort verfügbare Wasserkraft, ohne die Umwelt zusätzlich zu belasten.
Nach fünfmonatigen Arbeiten nehmen die Forces Motrices de Martigny-Bourg (FMMB) eine neue Niederdruckturbine in Betrieb. Das im Flusskraftwerk Martigny-Bourg turbinierte Wasser der Dranse wird auf diese Weise im Unterwasserkanal erneut zur Stromerzeugung genutzt. „Die Installation dieser neuen Niederdruckturbine ermöglicht es, die verfügbaren Wasserressourcen bestmöglich zu nutzen und gleichzeitig Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen. Dieses Projekt zeugt von unserem Engagement in den Bereichen nachhaltige Innovation und Energiewende", erläutert Georges-Alain Zuber, Leiter des Kraftwerks Martigny-Bourg.
Mehr Produktion ohne Zusatzbelastung für die Umwelt
Die in Martigny-Bourg installierte VLH-Niederdruckturbine ist die erste Anlage dieser Art in der Schweiz und ein standardisiertes Produkt. Sie turbiniert, je nach Durchfluss der Dranse, zwischen 1,25 und 10,2 m3 Wasser pro Sekunde und ist für eine Fallhöhe von 2,0 bis 2,5 Meter ausgelegt. Die Jahresproduktion dieser neuen Turbine wird auf jährlich 850'000 kWh geschätzt. Hinzu kommen die bereits durch die drei vorhandenen Produktionseinheiten des Kraftwerks erzeugten 89 Millionen kWh.
Das Projekt fügt sich perfekt in die Umgebung des Standorts ein und belastet diese nicht zusätzlich. Der Betrieb der Turbine hat keinen Einfluss auf die bereits vorhandenen Anlagen des Kraftwerks.
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Eine seit langem geplante Zukunftsvision
2011 begannen die Aktionäre der FMMB, dies sind die Gemeinden Bovernier (23,04 %), Sembrancher (18,72 %), Martigny (17,22 %), Martigny-Combe (15,58 %) und Vollèges (1,64 %) sowie Alpiq (18 %) und FMV (5,8 %), im Rahmen von Sanierungsarbeiten am Kraftwerk mit der Planung des Projekts, das Wasser im Unterwasserkanal des Kraftwerks zu turbinieren. Die Baubewilligung wurde 2016 erteilt. Das Projekt, das bereits von der kostendeckenden Einspeisevergütung zur Förderung der Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien profitiert, wurde 2019 in das Förderprogramm des Bundes für erneuerbare Energien aufgenommen – ein entscheidender Schritt hin zur Projektrealisierung. Aufgrund der drohenden Stromknappheit in den vergangenen Wintern wurden die Arbeiten verschoben und schliesslich im Februar 2024 gestartet. Der Abschluss der Arbeiten erfolgte im Juni, Ende Juli begann die Testphase. Seit 30. September 2024 ist die Turbine offiziell in Betrieb.
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