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Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Dieser Artikel wurde in der Ausgabe der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Vaz/Obervaz in Graubünden ist bereit für eine saubere Energiezukunft. Die mit dem Energiestadt-Label ausgezeichnete Gemeinde beweist dies schon länger mit der
Umsetzung verschiedenster Massnahmen. Eine davon ist die kürzliche Anschaffung eines Solarfaltdachs für die Kläranlage. Damit hat – nach Davos – auf der Lenzerheide das zweite hochalpine Solarfaltdach den Betrieb aufgenommen.
Die Ferienregion Lenzerheide – sie gehört zur Gemeinde Vaz/Obervaz – setzt auf die Kraft der Sonne. Auf der Kläranlage (ARA) wurde eine faltbare Solaranlage von dhp technology in Zizers installiert. Dies ermöglicht der ARA Canius rund 48% ihres Strombedarfs selbst, vor Ort und erneuerbar zu produzieren.
Rechtzeitig zur Wintersaison den Betrieb aufgenommen
"Als Gemeinde, die vom Tourismus lebt, sind wir bestrebt, Umwelt und Landschaft zu schonen", so Andreas Hartmann, Bereichsleiter Energie und Projekte. Deshalb liege der nachhaltige und schonende Umgang mit den Ressourcen in der Natur der Sache. Hinzu kommt, dass sich Vaz/Obervaz als Energiestadt zu einer nachhaltigen Energiepolitik verpflichtet.
Lösung für Winterstrom
Bedingt durch die Höhenlage auf rund 1.500 Metern und die generell tiefen Temperaturen im Winter produzieren Solaranlagen hier besonders effizient. Weil der Schnee das Sonnenlicht reflektiert, sind die Voraussetzungen für Photovoltaikanlagen in Vaz/Obervaz ideal. "Wir haben deshalb nach einer Lösung gesucht, um Winterstrom zu produzieren, ohne die Landschaft zu belasten. Dafür ist das Solarfaltdach ideal, weil es bereits genutzte Areale überspannen kann", so Andreas Hartmann.
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Schneefrei durch den Faltmechanismus
Während konventionelle Solaranlagen nach winterlichen Niederschlägen vom Schnee bedeckt sind und keinen Strom produzieren, nutzt das Solarfaltdach den patentierten Faltmechanismus. "Durch einen Meteo-Algorithmus wird das Solarfaltdach bei Schneefall, Sturm und Hagel vollautomatisch eingefahren", erläutert Andreas Hartmann. "So werden die Solarmodule geschützt und bleiben schneefrei." Für Kläranlagen ein weiterer Vorteil: Über offenen Klärbecken ist der zwingend notwendige Zugang von oben stets gewährleistet. Bei Bau- und Wartungsarbeiten können die Module über eine manuelle Steuerung jederzeit eingefahren werden.
Steigende Nachfrage
"Wir verzeichnen eine grosse Nachfrage aus der Schweiz und Deutschland.", verrät Gian Andri Diem, Mitgründer und Geschäftsführer von dhp. Die Erkenntnis, versiegelte Flächen für Photovoltaik und damit doppelt zu nutzen, ist im Markt angekommen. Wir freuen uns, dass wir immer mehr Solarfaltdächer ausliefern und so einen Beitrag an die Energiewende leisten dürfen."
Das Bündner Unternehmen dhp technology AG entwickelt und baut die weltweit einzigartige Solarfaltdachlösung für die konsequente Doppelnutzung von Infrastrukturflächen. Mit seinen grossen, variierbaren Stützenabständen und der lichten Höhe von mindestens 4.3 m erlaubt das System die Solarstromproduktion über bereits genutzten Infrastrukturen wie z.B. Abwasserreinigungsanlagen, Park- und Logistikflächen. Dabei wird die Primärnutzung und Bewirtschaftung der Infrastruktur in keiner Weise beeinträchtigt. Dank der grossen Höhe über Boden und der Einfahrmöglichkeit des Solarfaltdachs ist der ungehinderte Zugang jederzeit gewährleistet. Durch einen Meteoalgorithmus wird das Solarfaltdach vollautomatisch eingefahren und ist damit geschützt vor Sturm, Hagel und Schnee. Zusammen mit Ladeinfrastruktur für Elektro- und Wasserstoff-Mobilität entsteht eine dezentrale Energielösung, die den vorhandenen Raum und die Infrastruktur maximal nutzt.
Das Solarfaltdach HORIZON wurde unterstützt vom Bundesamt für Energie, von der Klimastiftung Schweiz und der European Commission. Es wurde unter anderem ausgezeichnet mit dem Watt d’Or, dem Schweizer Solarpreis und dem Schweizer Zukunftspreis.
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