Rubrik Wasser / Abwasser

Dynamische Stromtarife umsetzen leichtgemacht

08.12.2023 – Lesezeit ca. 3 Minuten 132

Dynamische Stromtarife umsetzen leichtgemacht

Dejan Miletic (Head of Pricing Solutions bei Q_PERIOR), Maximilian Joßbächer (Senior Manager im Energy-Team bei Q_PERIOR)

Die international tätige IT- und Managementberatung Q_PERIOR hat ihre „Q_PERIOR Pricing Platform“ (QPP) erweitert. Die ursprünglich für den Bankensektor entwickelte Software beherrscht nun auch dynamische Stromtarife. Als „Bypass-Lösung“ wird die QPP an das Abrechnungssystem des Stromlieferanten angebunden. Die leicht zu bedienende Pricing-Plattform ermöglicht das Anlegen komplexer Tarife, aber auch die Durchführung spontaner Aktionen wie etwa Black Friday-Angebote – ohne Unterstützung der IT. Zudem verrechnet die QPP die Tarife und spielt die Ergebnisse ins Abrechnungssystem zurück. Damit können Stromlieferanten auf einfache Art und Weise der gesetzlichen Verpflichtung zum Angebot dynamischer Tarife für ihre Kundinnen und Kunden nachkommen.

„Ähnlich wie Tesla die großen Automobilhersteller herausfordert, beginnen Tibber und Co. die etablierten Stromlieferanten zu treiben“, erklärt Maximilian Joßbächer, Senior Manager im Energy-Team bei Q_PERIOR. „Bekanntlich müssen Lieferanten mit mehr als 100.000 Letztverbrauchern bereits heute einen dynamischen Tarif anbieten, alle anderen ab dem 1. Januar 2025. Das Thema steht insbesondere bei großen Energielieferanten schon seit mehreren Jahren auf der Agenda, doch das Interesse an der Umsetzung war bislang eher gering. Zudem herrschte im Markt die Meinung vor, dass die Abbildung von dynamischen Tarifen im Abrechnungssystem - wenn überhaupt - nur mit sehr hohem Aufwand und Kosten möglich sei. Inzwischen hat sich die Situation am Markt gewandelt. In der Branche ist das Interesse groß, dynamische Tarife zu etablieren und anzubieten.“

Vielfalt der Tarifgestaltung

Tarife sind oft komplex und unterschiedlich ausgeprägt. Dejan Miletic, Head of Pricing Solutions bei Q_PERIOR, erläutert: „Komplexe Tarife enthalten zum Beispiel volatile Parameter wie Börsenpreise. Man versteht darunter aber auch Gruppentarife, Staffel- und Stufenpreise, kundenspezifische und -übergreifende Ober- und Untergrenzen, Berücksichtigung Leistungsspitzen und ortsabhängige Unterschiede – und natürlich Kombinationen hieraus. All das und auch die geplanten variablen Netzentgelte können wir in der QPP abbilden.“

Die Pricing Platform von Q_PERIOR verrechnet bereits heute mehrere Millionen Transaktionen pro Stunde – bei einer Verfügbarkeit von annähernd 100 %. „Zudem ist die QPP seit mehreren Jahren erfolgreich im Einsatz und frei von Kinderkrankheiten. Diese Faktoren senken die Hemmschwelle und das Risiko beim Einstieg in die Welt der dynamischen Stromtarife“, ist Dejan Miletic überzeugt. „Zudem kann es für Lieferanten interessant sein, auch weitere Tarife in der QPP abzubilden.“

Schlanker Start empfohlen

„Wir empfehlen ein schlankes Vorgehen, bei dem wir zunächst in einem Proof of Concept einen Tarif von A bis Z implementieren, der das gesetzliche Minimum erfüllt“, skizziert Joßbächer ein mögliches Einstiegsszenario. „Parallel dazu sollten Fragen rund um Vertragslaufzeiten, Abrechnungsintervalle und mögliche weitere Ausprägungen evaluiert werden.“

EU-Kommunalabwasserrichtlinie:
EU-Kommunalabwasserrichtlinie:

Die Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) setzen sich weiterhin für die Verknüpfung von Vierter Reinigungsstufe und erweiterte[...]

14.09.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

wasser
Vierte Reinigungsstufe schützt Gewässer, Herstellerverantwortung sichert faire Finanzierung

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) bekräftigt vor dem Hintergrund des Schlussantrags der EU-Generalanwältin Juliane Kokott[...]

11.09.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

wasser
RAL-GZ 692: Zusätzliche Anforderungen für sichere und langlebige Kanalgussprodukte

Mehr Sicherheit im Kanalbau: Während die europäische Norm DIN EN 124 viele Fragen offenlässt, schließt die Güterichtlinie RAL-GZ 692 entscheidende Lücken, z.B. bei Kindersicherheit

11.09.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

wasser
Melk: Mit Edelstahl für die Zukunft der Trinkwasserversorgung gerüstet
Melk: Mit Edelstahl für die Zukunft der Trinkwasserversorgung gerüstet

Mit zwei neuen Edelstahlbehältern von Forstenlechner und insgesamt 3.000 Kubikmetern Speichervolumen hat die Stadt Melk ihre Trinkwasserversorgung langfristig a[...]

10.09.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

wasser
Urbanes Grün für besseres Mikroklima
Urbanes Grün für besseres Mikroklima

Mit einem Stadtklimakonzept geht die bayerische Stadt Memmingen die Herausforderungen des Klimawandels aktiv an. In der historischen Altstadt wurden jetzt neue [...]

10.09.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

wasser
Schlanke Lösung aus einem Guss
Schlanke Lösung aus einem Guss

BG-Graspointner hat seine monolithischen Entwässerungsrinnen um eine Variante mit schmalem Schlitzeinlauf erweitert: Die BG-FILCOTEN® one urban s. Mit ihrer dez[...]

08.09.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

wasser
Einfach verbinden, wo andere scheitern
Einfach verbinden, wo andere scheitern

Betonrohre mit Fuß, bündig abgeschnittene Rohrenden oder auch einbetonierte Leitungen stellen auf der Baustelle besondere Anforderungen an die Verbindungstechni[...]

07.09.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

wasser
RIWA-Rijn: Genehmigungsverfahren müssen den Rhein als Trinkwasserquelle besser schützen
RIWA-Rijn: Genehmigungsverfahren müssen den Rhein als Trinkwasserquelle besser schützen

Die Wasserqualität des Rheins erfordert weiterhin große Aufmerksamkeit und zusätzliche Anstrengungen, um die Belastung durch Schadstoffe zu verringern. Dies geh[...]

02.09.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

wasser
Ungleich verteilte Schlammlast – CFD Simulation findet Ursachen
Ungleich verteilte Schlammlast – CFD Simulation findet Ursachen

Zwei identische Nachklärbecken und ein Verteilerbauwerk, das rechnerisch fehlerfrei arbeitet, und dennoch erhält eines der Becken seit Jahren rund 20 % mehr Sch[...]

02.09.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

wasser
Wassersicherheit wird zur Standortfrage: DWA legt Wasserresilienz-Pakt vor
Wassersicherheit wird zur Standortfrage: DWA legt Wasserresilienz-Pakt vor

Niedrigwasser auf Rhein, Elbe und weiteren Bundeswasserstraßen beeinträchtigt Transport, Industrie und Lieferketten. Waldbrände verursachen hohe Schäden und bin[...]

28.08.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

wasser

Weitere Artikel in dieser Rubrik