Rubrik Verkehr / Mobilität

420 Millionen Euro ermöglichen 1 900 neue E-Busse

Transformation ermöglichen: VDV begrüßt Förderbescheide aus dem 4. E-Bus-Programm des Bundes

03.03.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 248

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) bewertet die heute erteilten Förderzusagen des Bundes für Busse mit alternativen Antrieben als wichtigen Impuls für die Transformation. Mit der Ausgabe der Förderbescheide aus dem 4. Förderaufruf erhalten Verkehrsunternehmen bundesweit Planungssicherheit für ihre Elektrifizierungsprojekte. VDV-Präsident Ingo Wortmann: „Mit den heute übergebenen Förderbescheiden schafft der Bund Verlässlichkeit, Tempo und ein klares Signal für die weitere Dekarbonisierung unserer Busflotten.“ Im 4. Förderaufruf stellt der Bund 420 Millionen Euro bereit. Damit können die Mehrkosten für rund 1 900 lokal emissionsfreie Busse und die dazugehörige Lade- und Betriebshofinfrastruktur gefördert werden. Der Branchenverband weist darauf hin, dass dieser Aufruf – wie die drei vorherigen – deutlich überzeichnet war. Wortmann: „Die hohe Nachfrage zeigt: Die Branche will transformieren und setzt damit wichtige Wachstumsimpulse für die lokale Wirtschaft, das sehen wir in allen Regionen, in Stadt und Land.“

Die BMV-Begleitforschung zu den Förderprogrammen haben ergeben, dass über 90 Prozent der Fördermittel in europäische Firmen fließt und damit Arbeitsplätze sichert. Gerade für die Infrastrukturmaßnahmen kommen oftmals deutsche und lokale Bauunternehmen zum Zuge. Laut Branchenverband konnten die Folgen des Förderstopps 2024 nur teilweise aufgefangen werden. Mit dem unerwarteten Auslaufen des Programms waren seinerzeit bundesweit rund 1 400 bereits geplante E-Busse nicht beschaffbar. Viele Unternehmen mussten ersatzweise Dieselbusse bestellen. Der Erwerb weiterer rund 1 000 E-Fahrzeuge wurden um ein bis drei Jahre verschoben. Wortmann: „Dieser Rückschlag hat die Transformation verschoben und das Erreichen der Klimaziele unnötig verteuert“.

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Neues Programm ab 2026 notwendig – Fokus Infrastruktur

Trotz der schwierigen Bedingungen ist es der Branche gelungen, die Anforderungen der europäischen Clean Vehicles Directive (CVD) zu erfüllen: In der ersten Beschaffungsperiode von 2021 bis 2025 mussten mindestens 21,5 Prozent der beschafften Busse emissionsfrei sein – tatsächlich liegt die Branche nach VDV-Analysen rund zehn Prozentpunkte über der Vorgabe. „Ohne die Bundesförderung wäre das nicht möglich gewesen – das muss man klar sagen“, betont Wortmann. Im Bundeshaushalt 2026 sind erneut 420 Millionen Euro für ein weiteres E-Bus-Programm vorgesehen. Der VDV begrüßt diese Mittelansätze ausdrücklich und erwartet, dass darauf aufbauend im Jahr 2026 ein weiterer Förderaufruf gestartet wird – mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Ladeinfrastruktur. „Die Elektrifizierung eines Busbetriebes entscheidet sich nicht am Fahrzeug, sondern am Betriebshof. Jede Investition in E-Busse braucht funktionierende, skalierbare und zukunftsfähige Infrastruktur. Hier muss der Bund den Schwerpunkt setzen“, so Wortmann.

Förderbescheide schaffen Handlungssicherheit – jetzt geht es um Verstetigung Auf dem Branchentreff mobility move kommen vom 10. bis 12. März 2026 Verkehrsunternehmen, Hersteller, Aufgabenträger und Politik zusammen, um über praktische Umsetzungsschritte, aktuelle Herausforderungen und Lösungen zu beraten. Wortmann: „Die mobility move zeigt jedes Jahr, wie stark die Branche voneinander lernt, Innovationen gemeinsam vorantreibt und die Transformation als Gesamtaufgabe begreift. Themen wie die Mobilität im ländlichen Raum, moderne Vergaberegeln für emissionsfreie Verkehre oder die Rolle von Subunternehmern verdeutlichen: Für den Erfolg braucht es den engen Schulterschluss aller Beteiligten.“ Auch Bundesverkehrsminister Schnieder wird auf der mobility move erwartet. „Elektrische Busse sind heute Stand der Technik. Was wir jetzt brauchen, ist Stabilität in der Förderung, damit Unternehmen kontinuierlich investieren können. Die übergebenen Förderbescheide aus dem 4. Förderaufruf sind ein starkes Signal – sie müssen der Beginn eines dauerhaften Förderpfades werden“, so Wortmann abschließend.

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