Rubrik Verkehr / Mobilität

Digitales, schrankenloses Parkraummanagementprojekt mit Peter Park

Besucher finden in Bodman-Ludwigshafen schnell und direkt zu freien Parkplätzen

17.03.2025 – Lesezeit ca. 4 Minuten 291

Besucher finden in Bodman-Ludwigshafen schnell und direkt zu freien Parkplätzen

Parkraummanagement in Bodman-Ludwigshafen am Bodensee mit dem System von Peter Park (Foto: Vanessa Stemmer, Quelle: Tourismus, Kultur und Marketing Bodman-Ludwigshafen)

Touristische Gemeinden, wie der Ort Bodman-Ludwigshafen am Bodensee, sind auf Besucher angewiesen. Allerdings reist ein Großteil von ihnen mit dem Auto an und benötigt vor Ort einen Parkplatz. Kommunen stehen vor der Herausforderung, ausreichend Parkflächen für Bürger und Gäste vorzuhalten. Digital bewirtschaftet, nutzen diese nicht nur Parkenden, sondern stellen eine zusätzliche Einnahmequelle für die Orte dar. Seit 2022 setzt Bodman-Ludwigshafen für das Parkraummanagement erfolgreich das Peter Park System ein.

Die Gemeinde Bodman-Ludwigshafen hat als Teil eines umfassenden Verkehrsdigitalisierungsprojektes 2022 vier Parkflächen mit einem datenschutzkonformen, kennzeichenbasierten Parksystem ausgestattet – für ein noch besseres, nahtloses Parkerlebnis für Besucher und Bürger. Die Kommune am Bodensee rüstete die Parkplätze zunächst mit der Software und den Scannern von Peter Park aus. 2023 vereinheitlichte sie die Technik und führte auch die benutzerfreundlichen Automaten des Unternehmens ein.

Auf der Suche nach einem neuen, digitalen Parksystem

Die Gemeinde Bodman-Ludwigshafen suchte nicht einfach nur ein neues Parksystem, es kamen bei der Auswahl einer neuen Lösung verschiedene Anforderungen zum Tragen. So hatte die Gemeinde mit Parksuchverkehr im Ortszentrum zu kämpfen, welchen sie verringern wollte. Deshalb sollte die neue Lösung Daten zur Auslastung der Parkflächen liefern, welche in ein Parkleitsystem integriert werden sollten. Das System kann dadurch freie Stellplätze ausweisen und Autofahrer direkt zu diesen führen.

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Ein weiterer Aspekt, der beachtet werden musste, war, dass die Gemeinde im Zentrum und auf den am See gelegenen Parkflächen höhere Parktarife verlangt. Auch dies dient dazu, den Parkverkehr innerorts zu reduzieren, indem die weniger zentral gelegenen Parkflächen attraktiver werden. Das neue Parksystem musste daher verschiedene Tarife auf den unterschiedlichen Parkplätzen ermöglichen.

Eine zusätzliche Anforderung stellte die Benutzerfreundlichkeit des Systems dar. Besucher und Anwohner sollen bequem und nahtlos parken und entspannt für ihren Parkaufenthalt bezahlen können. Das bisherige System erforderte das Lösen eines Parkscheines direkt bei Ankunft. Diesen mussten die Parkenden gut sichtbar im Fahrzeug platzieren. Ein Verlängern des Parkaufenthaltes erforderte den Rückweg zum Parkplatz, um ein neues Ticket zu kaufen.

Wahl eines Partners und Umsetzung

Um ein passendes System zu finden, das alle Anforderungen der Gemeinde erfüllte, verglich diese einige Anbieter und entschied sich schließlich für das Peter Park System. Die Gemeinde lobt besonders die pragmatische und unkomplizierte Zusammenarbeit mit dem Service- und Systemanbieter für digitales, schrankenloses Parkraummanagement.

Die Gemeinde führte zunächst nur Scanner und Software von Peter Park ein. Die Scanner erfassen an Ein- und Ausfahrt datenschutzkonform die Kennzeichen der Fahrzeuge. Daraus berechnet das System die Parkdauer. Um eine einheitliche Systemlandschaft zu schaffen, sind im Jahr darauf auch die Automaten des Anbieters hinzugekommen. An den benutzerfreundlichen Automaten begleichen Parkende das Parkentgelt bequem in bar, mit EC- oder Kreditkarte sowie mit Apple und Google Pay unter Angabe ihres Kennzeichens. Ein herkömmliches Ticket aus Papier oder Plastik gibt es nicht, das reduziert Kosten und Müll.

Da die digitale, schrankenlose Lösung von Peter Park nur sehr wenig Hardware auf den Parkflächen erfordert, ist sie kostengünstig und die Installation selbst erfolgt schnell. Die Lösung kann nach sorgfältiger Planung oft sogar innerhalb eines Tages aufgebaut werden.

Um den Erfolg des Projektes sicherzustellen, informierte Bodman-Ludwigshafen seine Bürger*innen und Interessierte rechtzeitig und über verschiedene Kanäle über die Umstellung: “Wir haben über unser Mitteilungsblatt, online über die Homepage und in den sozialen Medien über den Start des neuen Systems informiert”, erläutert der damalige Bürgermeister, Matthias Weckbach, die Vorgehensweise.

Im Zuge der Umstellung – ebenfalls im Hinblick auf den Parksuchverkehr und um außerhalb gelegene Parkplätze attraktiver zu gestalten – hat die Kommune ihr Tourenprogramm angepasst. Während früher alle Touren in der Ortsmitte starteten, beginnen sie nun an den weniger zentralen Parkplätzen.

Schneller am Ziel und früher im Urlaub

Das Parkraummanagementsystem von Peter Park erlaubt eine Integration mit Parkleitsystemen, die die Auslastung der angeschlossenen, digitalisierten Parkflächen anzeigen. Davon profitiert auch Bodman-Ludwigshafen, wo die Auslastungsdaten der Parkflächen in das dynamische Parkleitsystem der Ortschaft einfließen. Dadurch werden Autofahrer auf der Suche nach freien Parkplätzen direkt zu verfügbaren Stellplätzen geführt. Das senkt den Suchverkehr in dem touristischen Ort und entlastet die Anwohner. Die Gäste sind schneller am Ziel und haben mehr Zeit ihren Aufenthalt vor Ort zu genießen.

Dabei müssen sie sich nicht mehr direkt bei Ankunft auf einer Parkfläche entscheiden, wie lange sie bleiben wollen, denn sie bezahlen erst am Ende ihres Parkaufenthaltes. Das digitale, schrankenlose Parkraummanagementsystem berechnet die Parkdauer mittels Kennzeichenscan an Ein- und Ausfahrt automatisch. Früher hofften einige Parkende, nicht kontrolliert zu werden und kauften kein Ticket. Durch die Erfassung der parkenden Fahrzeuge per Kennzeichenscans, funktioniert das nun nicht mehr. Matthias Weckbach erklärt: “Die zusätzlichen Einnahmen und ersparten Ausgaben erlauben die Finanzierung von Maßnahmen in der Gemeinde, um das Angebot und die Besucherfreundlichkeit des Ortes zu verbessern.”

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