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Für gescheitert erklärt: die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes

Vom Wandschrank in die Wolke: Digitalisierung von Städten und Kommunen

14.02.2023 111

Vom Wandschrank in die Wolke: Digitalisierung von Städten und Kommunen

Akten-Regale und digitale Akten existieren weiter. (Bild parallel pexels-andrea-piacquadio)

Im bundesweiten Durchschnitt stehen Menschen aktuell nur rund ein Viertel der geplanten digitalen Dienste für Behördenangelegenheiten zur Verfügung. Anträge für Eheschließungen, Versammlungen oder Wiedereingliederung, Anmeldung eines Hundes oder Kündigung des Rundfunkbeitrags dienen als Beispiele für Prozesse, die größtenteils noch analog verlaufen. Die digitale Transformation soll die Effizienz kommunaler Leistungen, Prozesse und Infrastruktur bei den insgesamt über 11.000 Kommunen, 401 Landkreisen sowie kreisfreien Städten optimieren – welcome OZG 2.0!

Softwarehaus Dr. Eckhardt und Partner weist jahrzehntelange Erfahrung bei der Arbeit mit Verbänden und Kommunen auf und kennt die Schmerzpunkte institutioneller und kommunaler Digitalisierung. Die IT-Experten lenken das Augenmerk auf einige wichtige Wegpunkte.

Ab in die Cloud!

Daten und Anwendungen in die Cloud zu migrieren, bildet einen Kernpunkt zur Verschlankung und Vereinheitlichung föderaler Prozesse. „Dabei stellt eine Virtual Private Cloud die sinnvollste Cloud-Variante dar“, erklärt Patrick Möller, Business Analyst beim Bad Sodener Transformationsspezialisten. Peu à peu digitalisieren Zuständige zugestellte und eingereichte Anträge. Verschlüsselung virtueller Eingaben erfolgt auf Grundlage der sogenannten „BYOK“-Methode: bring your own key. Darüber hinaus führen IT-Berechtigte Backups nach BSI-Vorgaben durch und fahren regelmäßig Restore-Tests.

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Eine für alle

Zu Beginn kostet Digitalisierung Zeit und weckt Ängste. Daher bringt es viel, eine Taskforce für alle von der Transformation Betroffenen ins Leben zu rufen. Diese kommunikativen Bindeglieder beugen gefühlter Überrumpelung vor und wandeln Skepsis in Wohlwollen. Eine anspruchsvolle Aufgabe, denn bei technisch weniger Interessierten schürt Automatisierung leicht Unmut, und manch langjährige Teammitglieder begegnen Technologie mit Misstrauen. Eine Interpretation der neugewonnenen Transparenz als Kontroll-Instrument kann als Hemmschuh wirken. Die Taskforce stimmt auf die Digitalisierung ein und kümmert sich um das Problemkind Einheitlichkeit; gemäß dem zentralen Motto im föderalen Digitalisierungsprogramm "EfA – Einer für Alle". Bei der Auswahl von Anbietern digitaler Anwendungen achtet sie auf DSVGO-konforme Umsetzung. Prüftermine, Softwareupgrades und Wartungsrhythmen vertraut sie einem Softwareprogramm zum Aufgabenmanagement an: Termingerechte Wartung verhütet Schäden, rasche Durchführung von Instandsetzungsarbeiten Beschwerden von Bürger:innen. Das Implementieren von E-Rechnungen mit gängigen Zahlsystemen und Online-Terminierungen trifft die beim Onlineshopping gewonnenen Gewohnheiten der Konsument:innen.

Sicherheitsfaktor

Kommunen beauftragen ISO 27001 und/oder BSI 200 zertifizierte Cloud-Dienstleister mit mindestens zwei Rechenzentren, um im Falle eines Crashs auf gespiegelte Daten zurückzugreifen. Weisen Dienstleister Kommunen-Erfahrung auf, reduziert dies Erklärungsaufwand und Zeitkonto. Ausnahmslos beachten Verantwortliche Zugriffskontrolle und Multi-Faktor-Authentifizierung. Der Verschlüsselung ruhender und fließender Daten kommt höchste Bedeutung zu, denn nicht Betreiber, sondern Eigner haften für die Sicherheit ihres digitalen Guts!

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