Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Dieser Artikel wurde in der Ausgabe Mai 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Ein Vorzeigemodell für öffentlich-private Partnerschaft
Effizientes Verwaltungshaus in Neustadt am Rübenberge
16.05.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten
111
Jahrzehntelang war die Verwaltung von Neustadt am Rübenberge nordwestlich von Hannover auf verschiedene Immobilien im Stadtgebiet verteilt – sechs Standorte gab es zuletzt. Mit dem im September 2024 eingeweihten neuen Standort finden nun alle Sachgebietskompetenzen unter einem Dach Platz.
Carsten Hense, Geschäftsführer Public Partner beim verantwortlichen Bau- und Dienstleistungsunternehmen GOLDBECK, führt durch das neue Gebäude und betont die Vorteile der öffentlich-privaten Partnerschaft. „Heute können im Vergaberecht die Bereiche Planen, Bauen und der Gebäudebetrieb zusammen behandelt werden“, erklärt Hense. „Diese Chance gilt es zu nutzen: für mehr Effizienz und einen beschleunigten Prozess.“
Die GOLDBECK Public Partner wurden im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens mit der Planung, dem Bau sowie der Gebäudeinstandhaltung für 30 Jahre beauftragt. „Unsere Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung bietet eine integrierte Lösung für Planung, Bau und Betrieb aus einer Hand. Dies ermöglicht eine beschleunigte Bauabwicklung und langfristige Kostensicherheit.“
Termintreue und Kostensichersicherheit inklusive
GOLDBECK realisiert neben Gebäuden für die öffentliche Hand, darunter Bürogebäude, Schulen und Feuerwehrgebäude, auch Gewerbebauten und Wohngebäude. Bauen im Bestand und gebäudenahe Dienstleistungen vervollständigen das Spektrum. Das Besondere: Das Unternehmen fertigt wesentliche Bauelemente industriell in eigenen Werken vor und montiert sie passgenau auf der Baustelle. Das ermöglicht ein hohes Tempo beim Bau. Während andere Bauunternehmen die Errichtung der Gebäude auf der Baustelle starten, setzt GOLDBECK die vorgefertigten Elemente wie in einem Baukastensystem vor Ort zusammen.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Ein zentraler Aspekt der modernen Bauplanung war die Anpassungsfähigkeit an zukünftige Anforderungen. So kann die Heizzentrale des Rathauses bei Bedarf erweitert werden, um sie in das städtische Nahwärmenetz zu integrieren.
„Der Entwurf für das neue Rathaus stammt von struhk architektur aus Braunschweig“, erklärt Carsten Hense beim Durchqueren des Durchgangs zwischen den beiden Gebäudeteilen. Wesentlicher Teil des Entwurfes ist der großzügige Innenhof des Verwaltungs-Karrees. „Alle Büroräume der Stadtverwaltung liegen dank des Innenhofs an einer Außenfassade und profitieren so von natürlichem Licht“, sagt Hense.
Öffentliche und funktionale Bereiche wie der Einzelhandel wurden im Erdgeschoss integriert und ergänzen die Infrastruktur der Stadt. „Der neue Standort bietet ein modernes Zuhause für alle Belange der Verwaltung – von der Stadtplanung bis zur Gebäudebewirtschaftung“, erklärt Hense und hebt die reibungslose Projektabwicklung als Schlüsselvorteil hervor.
Auf dem Weg zurück resümiert er: „Für uns endet mit diese Projekt nicht mit der Baufertigstellung. Vielmehr sind wir nun für den Gebäudebetrieb in den nächsten 30 Jahren verantwortlich und bleiben so Partner der Stadt.“
Mit der öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen GOLDBECK und Neustadt am Rübenberge wird ein nachhaltiges und zukunftssicheres Modell realisiert, das über die Bauphase hinausgeht und den Gebäudebetrieb für die nächsten Jahrzehnte sicherstellt. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen hat das Gebäude mit DGNB GOLD ausgezeichnet.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Sie können diese Ausgabe kaufen oder ein Abonnement abschließen, um diesen Artikel hier sofort und komplett zu lesen. Mit einem Abonnement erhalten Sie zusätzlich jede gedruckte Ausgabe der Kommunalwirtschaft frei Haus.
Unser PDF Abo ist kostenlos! Abonnieren Sie dazu unseren Newsletter, in welchem ein Downloadlink zur jeweils aktuellen Ausgabe zur Verfügung gestellt wird.
Wenn Sie schon Abonnent der Kommunalwirtschaft sind, melden Sie sich an, um den Artikel zu lesen.
23 Millionen Projekt in Hagen: Deutschlands größte genossenschaftliche serielle Sanierung
Der Wohnungsverein Hagen und das Berliner Unternehmen ecoworks realisieren die bislang größte genossenschaftliche serielle Sanierung in Deutschland. Im Stadttei[...]
Neues Fugenmaterial soll Pflasterflächen langfristig stabilisieren
Die Stadt Hanau startet im Stadtteil Großauheim ein Pilotprojekt zur Sanierung von Pflasterflächen: In der Hauptstraße wird ab Montag, 30. März, erstmals das ne[...]
Industrieästhetik und Hightech-Verglasung im Einklang
Mit dem rund 550 Meter langen Ensemble „QH Track“ entsteht unweit des Berliner Hauptbahnhofs ein beeindruckend markanter Bau im neuen Stadtquartier Europacity. [...]
BPD ergreift Initiative und investiert 500 Mio. Euro in den Bau von rund 1.000 Mietwohnungen
Der Projekt- und Gebietsentwickler BPD | Bouwfonds Immobilienentwicklung investiert 500 Mio. Euro in den deutschen Wohnungsmarkt. In einer ersten Phase sollen b[...]
Initiative „Bau-Turbo kommunal“ fordert klare Leitplanken für neue Freiheiten
Mit der neuen Initiative „Bau-Turbo kommunal“ ruft ein breites Bündnis aus Architektur-, Umwelt- und Klimaschutzorganisationen die politischen Entscheidungsträg[...]
Nachfrage und Miete steigen, Wohnen im Alter gewinnt an Bedeutung
Die Nachfrage nach Mietwohnungen und Wohneigentum in Nordrhein-Westfalen zieht weiter an. Sowohl auf den Miet- als auch auf den Kaufmärkten verkürzten sich die [...]
Fast die Hälfte der Bewilligungen in den Programmen Wachstum und Nachhaltige Erneuerung, Sozialer Zusammenhalt und Lebendige Zentren gehen 2025 auf das Konto de[...]
Baden-Württemberg: Weitere Angebote des Landes unterstützen die Sanierung kommunaler Gebäude
Auch für den zweiten Teil des Förderprogramms können Kommunen ab jetzt wieder Anträge stellen. In dem Programmteil gibt es Zuschüsse für flankierende Maßnahmen zur Sanierung kommunal