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Schachtabdeckungen und Aufsätze: Sinn und Zweck der richtigen Sicherung von Deckeln und Rosten
03.04.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten
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„Kreative“ Deckelsicherung: Ein geeigneteres Produkt wäre sicher verfügbar gewesen! (GET)
Bei Schachtabdeckungen und Aufsätzen sind Sicherheit und die ruhige Lage von Deckeln und Rosten wichtig für die Betriebssicherheit. Durch den immer stärker zunehmenden Verkehr ist die Belastung der Abdeckungen enorm, denn die Deckel und Roste werden nahezu kontinuierlich befahren.
Die dauerhaft sichere und stabile Lage von Deckeln und Rosten im Rahmen kann in drei Hauptgruppen unterteilt werden:
Verkehrssicherheit im laufenden Betrieb
Schutz gegen Vandalismus durch unbefugte Entnahme
Schutz gegen das Herausschleudern oder -drücken, z.B. durch Witterungseinflüsse
Sicherheit im Straßenverkehr
In Fahrbahnen von Straßen, Einbaubereich Klasse D400 nach DIN EN 124, kann die Sicherung des Rostes durch eine von drei zulässigen Methoden erreicht werden:
Eine Sicherungsvorrichtung
Eine flächenbezogene Masse
Eine andere Methode
In Deutschland werden Deckel und Roste im Rahmen überwiegend nach Methode a) oder b) gesichert. Marktübliche Sicherungsvorrichtungen sind z.B. Deckel und Roste, die lose eingelegt sind und über die Methode b) „flächenbezogene Masse“ gesichert werden. Für „Standarddeckel“, die für eine lichte Weite von Ø 610mm vorgesehen sind, ergibt sich ein Mindestgewicht nach DIN 1229 – für die Klasse D400 – von ≥ 87,7kg.
Außerdem werden auch schraublose Arretierungen, Verschraubungen und Sicherungen durch Schraubvorreiber eingesetzt. Schraublose Arretierungen werden üblicherweise wie nach Methode b) gesicherte Deckel dann genutzt, wenn kein Rückstaudruck aus dem Kanal zu erwarten ist.
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Nach DIN EN 124 wird die verkehrssichere Lage für nach Methode a) gesicherte Deckel und Roste durch einen Auszugstest geprüft. Mindestanforderungen an die Auszugskraft für Deckel und Roste stellt die Norm jedoch nicht. Für Schachtabdeckungen und Aufsätze mit Gütezeichen RAL GZ 692 gelten dagegen klare Regeln. Die in Deutschland im Einbaubereich Klasse D400 überwiegend verwendeten Deckel für Einstiege mit lichter Weite 610 mm dürfen sich erst bei Auszugskräften größer 1300 N aus dem Rahmen lösen.
Sicherheit gegen Vandalismus
Bei großen Events wie Volksfesten oder Fußballspielen kommt es vereinzelt durch Vandalismus zur unbefugten Entnahme von Deckeln oder Rosten. Daraus resultiert ein großes Gefahrenpotenzial. Deshalb werden in sensiblen Bereichen Deckel/Roste oft gegen Vandalismus gesichert, z.B. durch Verriegelung des Deckels/Rostes.
In sensiblen Bereichen, wie z.B. in Justizvollzugsanstalten oder in sicherheitsrelevanten unterirdischen Infrastrukturen, werden Deckel/Roste auch gegen unbefugtes Öffnen gesichert. Verriegelte Deckel/Roste werden ebenfalls im Bereich von speziellen Gebäuden oder auf Straßen und Plätzen, die von gefährdeten, schutzbedürftigen Personen genutzt werden, verwendet.
Bei noch höherem Sicherheitsbedarf können Deckel/Roste oberhalb der Verriegelung mit Missbrauchschutzkappen oder zusätzlich mit Schließzylindern ausgestattet werden.
Schutz vor Druck aus dem Kanal:
In geographischen Bereichen mit starkem Gefälle oder in Talsohlen, die seitlich durch große Erhebungen eingefasst sind, kann bei Starkregenereignissen der Wasserdruck von unten aus dem Kanal – und eventuell auch die davor befindliche Luft - so stark sein, dass der Deckel angehoben oder sogar aus dem Rahmen gespült wird.
Für diesen Anwendungsfall gibt es speziell gesicherte Schachtabdeckungen, die den Druck aus dem Schacht entweichen lassen, während der Deckel jedoch im Rahmen bleibt. Der Deckel wird also nicht weggespült, Gefahren für Passanten werden vermieden und zudem werden Schäden am Schachtbauwerk vermieden.
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