Dieser Artikel wurde in der Ausgabe März 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.

Rubrik Bau(en) & Städtegestaltung

Innendämmung für historischen Alterswohnsitz

30.01.2025 – Lesezeit ca. 6 Minuten 63

Innendämmung für historischen Alterswohnsitz

Der Umbau einer unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Stallung in einen barrierefreien Alterswohnsitz erforderte den Einsatz einer effektiven Innenwanddämmung. Nach eingehender Analyse der örtlichen Gegebenheiten stellte sich das energetische Innenwandsystem KlimaTec von Erfurt & Sohn funktional wie wirtschaftlich als die beste Lösung zur Dämmung des Bestandsgebäudes in einem denkmalgeschützten Vierkanthof heraus.

Um den Eltern einen Alterswohnsitz in vertrauter Umgebung zu schaffen, entschloss sich ein junges Bauherrenpaar aus Nordrhein-Westfalen dazu, ein leerstehendes Stallgebäude auf dem sich im Familienbesitz befindlichen Vierkanthof in eine altersgerechte, barrierefreie Wohneinheit umzuwandeln. Die große Herausforderung bei der Teilsanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes war es, sowohl die Ursprünglichkeit der Baukonstruktion zu erhalten als auch gleichzeitig den neuesten energetischen Standards gerecht zu werden. Als ebenso ökonomische wie funktionale Innendämmlösung erwiesen sich dabei die KlimaTec Innen-Dämmplatten von Erfurt & Sohn.

Der in charmanter weißer Backsteinoptik erbaute Vierkanthof ist bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts im Besitz der Familie. „Ursprünglich als Wohnsitz für die Gutsverwalter erbaut, werden die Gebäude erst seit einer Generation durch unsere Familie bewohnt. Um das Anwesen nun als Mehrgenerationenwohnsitz nutzen zu können, fehlte uns jedoch eine barrierefreie Wohneinheit“, so die Bauherrin. Ausreichend Platz dafür fand die Familie in einem nach Westen ausgerichteten ehemaligen Pferde- und Tiefstall mit über 3,5 m Deckenhöhe und romantischen Bogenfenstern.

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Bauliche Herausforderungen bei der Innendämmung

Die Sanierung begann zunächst mit dem Abriss einer zum Innenhof liegenden Außentreppe und beinhaltete neben der Errichtung einer Bodenplatte samt Stahlstützenfundament auch den Einbau einer abgehängten Decke im zukünftigen Küchenbereich. Dazu kam der Aufbau diverser Zwischenwände zur Anpassung des Grundrisses an die Wohnbedürfnisse. Besonderes Augenmerk galt schließlich der energetischen Sanierung des Bestandsgebäudes. Da feststand, dass die Optik der Außenwände des unter Denkmalschutz stehenden Gehöfts nicht verändert werden durfte, kam eine Außendämmung nicht in Frage – die Eindämmung von Energieverlusten über die Außenwände konnte also nur von innen erfolgen. Als zusätzliche Herausforderung wurde das Thema Feuchtigkeit erkannt. „Bei der Suche nach einer Innendämmlösung war uns also eine sehr gute Feuchtigkeitsregulierung wichtig”, erinnert sich die Bauherrin. Da der Wandaufbau mit 53 cm Stärke nicht nur sehr massig, sondern gleichzeitig auch extrem unebenen ausfiel, wurden zunächst 5 cm Ausgleichsputz aufgebracht. „Das bedeutete für uns aber auch, dass jeder Zentimeter Wandaufbau im Innenbereich einen Verlust von Wohnraum nach sich ziehen würde.“ Ebenso gestaltete sich die Fenstersanierung als anspruchsvoll, da gewisse Auflagen zu beachten waren und die historisch gemauerten Stürze trotz des Einbaus moderner einflügeliger Fenster beibehalten werden mussten. Nicht zuletzt galt es, bei der Abdichtung der Kappendecke nach oben die vorhandenen Rundelemente zu berücksichtigen. „Auf der Suche nach einem Innendämmsystem, das alle Anforderungen unter einen Hut bringt, stießen wir auf das KlimaTec System von Erfurt & Sohn. Nach fachlicher Einschätzung unseres Energieberaters und in enger Absprache mit den Spezialisten von Erfurt entschieden wir uns für den Einsatz der KlimaTec Innen-Dämmplatten IP 3500+.“

Energetisch wirksam: Erfurt-KlimaTec

„Das Besondere an den KlimaTec Platten sind ihre im Vergleich zu anderen Produkten sehr effektiven Dämmwerte“, erläutert Stefan Hunke, Leiter der bautechnischen Produkte bei Erfurt. „Der Transmissionsverlust durch die Wände wird durch KlimaTec um bis zu 50 Prozent verbessert. Dabei erreicht die IP 3500+ mit nur 3,5 cm Stärke den U-Wert anderer Materialien mit deutlich dickerem Aufbau.“ Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die geforderte energetische Leistung bei einem Minimum an zusätzlicher Wandstärke erreicht wird – es bleibt schlicht mehr Wohnraum übrig. Im barrierefrei ausgebauten ehemaligen Stall wurden rund 240 qm Wandoberfläche mit IP 3500+ ausgekleidet. Dank ihrer effektiven Dämmfunktion reduzieren die Platten merklich den Wärmefluss nach außen. So ließ sich also mit verhältnismäßig geringem Aufwand eine effektive Verbesserung der Wärmedurchlasswiderstände des Gebäudes ohne nennenswerte Wohnraumverluste erreichen.

Wohngesundes Raumklima

Der zu erwartende Anstieg der Oberflächentemperatur auf den Wandinnenseiten liegt bei ca. + 6 °C. Zum Thema Taupunktverschiebung aufgrund niedrigerer Temperaturen hinter der Dämmplatte verweist Hunke auf einen wesentlichen Vorteil des KlimaTec-Systems: „Die Innen-Dämmplatten sind diffusionsoffen und kapillarleitend. Im Mauerwerk enthaltene Feuchtigkeit kann deshalb problemlos ausdiffundieren. Auftretende Feuchtigkeitsspitzen werden zwischengespeichert und sukzessive kapillar wieder an die Raumluft abgegeben.“ Zudem verfügen die Platten über ein hohes Austrocknungspotenzial, sodass permanent feuchte Wandoberflächen nicht zu befürchten sind – beste Voraussetzungen für ein gesundes Raumklima. Gut zu wissen: Aufgrund der bemessenen Produkteigenschaften wird für die IP 3500+ kein Tauwassernachweis entsprechend der DIN 4108-3 benötigt.

Vorteile in der Anbringung

Die Beschaffenheit der Innen-Dämmplatten brachte sowohl den Bauherren als auch den Anwendern noch weitere Vorteile ein. „Wir waren erstaunt, wie schnell die Profis die Platten an der Wand hatten“, so die Bauherrin. „Es vergingen gerade einmal fünf Tage für die Anbringung der gesamten Flächen.“ Der Grund: Die KlimaTec Platten lassen sich leicht von Hand zuschneiden, eine passgenaue Auskleidung von Bögen, Fensterlaibungen & Co ist damit in kürzester Zeit möglich. Hinzu kommt der Aufbau der Platten selbst: „Die IP 3500+ besteht als Zweikomponentenplatte aus einer Schicht Blähglasgranulat auf einem Dämmvlies“, erläutert Hunke hierzu. „Während die Dämmschicht anderer Systeme oft noch optionale Arbeitsschritte wie bspw. die Anbringung einer Armierung oder weiterer Dämmvliese erfordert, ermöglichen unsere Platten dem Handwerker den Einbau einer Innendämmung in nur einem Arbeitsschritt.“ In diesem Objekt wurden die KlimaTec Platten im Buttering-Floating-Verfahren angebracht, d.h. der empfohlene Systemkleber SR 6 wurde gleichzeitig auf Untergrund und Platten aufgetragen und mittels Zahnspachtel gekämmt. Der doppelte Kleberauftrag ermöglichte so einen Ausgleich eventuell noch vorhandener Unebenheiten auf der Bestandsinnenwand.

Bereit zum Einzug!

Nicht zuletzt profitieren die Bewohner nach erfolgter Anbringung von der vielseitigen Gestaltbarkeit des Erfurt-Systems. Die zum Innenraum weisende Blähglasgranulat-Seite der IP-Platten ist gleichzeitig ein perfekt vorbereiteter Träger für jede Form der Endbearbeitung. Ob Tapete oder Putz, ob in Weiß oder Farbe – gestalterisch stehen alle Möglichkeiten offen. Dass die Platten aufgrund des bei der Herstellung verwendeten Altglases sowie der verwendeten recycelten PET-Flaschen zudem einen hohen Recyclinganteil besitzen, komplettiert das positive Gefühl.

„Wir sind sehr glücklich über das Ergebnis“, resümiert die Bauherrin. „Dank der professionellen Beratung und Begleitung von Erfurt & Sohn verlief unser Bauprojekt reibungslos. Unsere Erwartungen an die Innendämmmaßnahme wurden damit absolut erreicht.“

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