Dieser Artikel wurde in der Ausgabe Oktober 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.

Rubrik Energie & Netze

Rheinwohnungsbau GmbH digitalisiert alle Heizungsanlagen mit der KI-gestützten Software von Green Fusion

Für mehr Klimaschutz und niedrigere Nebenkosten

19.09.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten 114

Für mehr Klimaschutz und niedrigere Nebenkosten

Die Rheinwohnungsbau GmbH (RWB) gestaltet Wohnen jetzt noch nachhaltiger und setzt dabei verstärkt auf Digitalisierung und innovative Partnerschaften. Im Rahmen eines Portfolio-Deals werden alle Heizungskeller im Bestand aufgerüstet und mit einer KI-gestützten Energiemanagement-Software des Berliner Unternehmens Green Fusion ausgestattet. Diese analysiert den Verbrauch und gibt Optimierungsvorschläge. So sinken Energieverbrauch, CO₂-Kosten, Systemausfälle und Anfahrtskosten für Reparaturen.

Der Einsatz der Green Fusion-Software ermöglicht der Rheinwohnungsbau GmbH eine zentrale, systemunabhängige Überwachung und Steuerung aller Heizsysteme – egal ob Gas, Wärmepumpe oder Hybridlösung. Nach einer erfolgreichen Testphase mit 30 Anlagen, verteilt über den gesamten Bestand, werden jetzt 191 Heizungen in Düsseldorf und Duisburg schrittweise an die Software angebunden. Das ist der Start in eine umfassende digitale Transformation, bei der ein erheblicher Anteil der CO₂-Emissionen eingespart werden soll. Wie hoch die tatsächliche Einsparung ausfällt, hängt von zahlreichen Faktoren wie der baulichen Struktur und dem Nutzerverhalten ab – Klarheit wird die kommende Heizperiode bringen.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Bisher nutzte die RWB eine manuelle, statische Steuerung ihrer Heizungen. Das heißt: einmal eingestellt, taten die Heizungen im Keller ihren Dienst. Mit der neuen Software wird der Heizbetrieb laufend überwacht, analysiert und optimiert – ein entscheidender Schritt in Richtung klimafreundlicher und kosteneffizienter Wohnlösungen.

Diese Entwicklung freut RWB-Geschäftsführer Thomas Hummelsbeck besonders: „Nachhaltiges Wohnen und die damit verbundene Reduktion des CO₂-Ausstoßes haben für uns höchste Priorität. Die KI-Lösung von Green Fusion unterstützt uns dabei, unsere Heizenergie zu reduzieren und unsere Klimaziele effizient zu erreichen.“

„Die meisten Heizungen in Deutschland laufen noch auf Werkseinstellungen. Dabei sind die Vorlauftemperaturen sehr häufig zu hoch eingestellt; in vielen Gebäuden läuft die Heizung auch nachts durch. Mit unserer Software decken wir diese Einsparpotenziale auf und justieren laufend im Betrieb nach“ resümiert Green Fusion-Geschäftsführer Paul Hock.

Mit der Einführung der KI-basierten Heizungssteuerung und der Umsetzung innovativer Mieterstrommodelle positioniert sich die Rheinwohnungsbau GmbH als breit aufgestelltes Unternehmen der Wohnungswirtschaft mit einer ganzheitlichen Klimawende. Das Unternehmen zeigt, wie Digitalisierung und nachhaltige Modernisierung Hand in Hand gehen können, um eine klimafreundliche Zukunft zu gestalten.

Ein Vorzeigeprojekt und zentraler Baustein der Klimastrategie der Rheinwohnungsbau ist die energetische Sanierung eines 60 Jahre alten Quartiers in Duisburg-Ungelsheim. Für rund 51 Millionen Euro werden dort 800 Wohnungen modernisiert, mit dem Ziel, den CO₂-Ausstoß auf nahezu null zu senken. Das Quartier erhält Photovoltaik-Anlagen, die Strom für Wärmepumpen, Mieterstrom, Allgemeinstrom und E-Ladesäulen liefern. Auch hier übernimmt die Green Fusion-Lösung das komplexe Energiemanagement.

Dass das Ungelsheimer Sanierungsprojekt eine Vorbildfunktion erfüllt, zeigt die Auszeichnung „Klimaquartier NRW“, welche die RWB für das dortige Subquartier „Q8“ im vergangenen Jahr erhielt. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert mit der Auszeichnung Siedlungen, die Effizienzpotenziale der klimaneutralen Gebäudeenergieversorgung ausschöpfen. Das ausgezeichnete Subquartier setzt exemplarisch für das Gesamtquartier neue Standards bei Energielösungen: Die Wohnungen erreichen nach den Sanierungen den Effizienzhausstandart „BEG 85 EE“. Dank der Kombination aus Photovoltaik und Speichersystemen kann sich das Subquartier weitgehend selbst mit Energie versorgen.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Sie können diese Ausgabe kaufen oder ein Abonnement abschließen, um diesen Artikel hier sofort und komplett zu lesen. Mit einem Abonnement erhalten Sie zusätzlich jede gedruckte Ausgabe der Kommunalwirtschaft frei Haus.
Unser PDF Abo ist kostenlos! Abonnieren Sie dazu unseren Newsletter, in welchem ein Downloadlink zur jeweils aktuellen Ausgabe zur Verfügung gestellt wird.
Wenn Sie schon Abonnent der Kommunalwirtschaft sind, melden Sie sich an, um den Artikel zu lesen.
Mehr als zwei Drittel der Baden-Württemberger befürworten Geothermie
Mehr als zwei Drittel der Baden-Württemberger befürworten Geothermie

Die Menschen in Baden-Württemberg stehen der Geothermie mehrheitlich positiv gegenüber. 68 Prozent finden die Nutzung sehr gut oder gut. Das zeigt eine aktuelle[...]

05.08.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

energie
Wärmewende im kommunalen Maßstab
Wärmewende im kommunalen Maßstab

ENGIE Deutschland und die Gemeinde Sandhausen setzen eines der ersten Projekte im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung in der Region um. Im Zuge eines Energielief[...]

03.08.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

energie
Abwärmenutzung für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Für das neue Rechenzentrum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wird aktuell ein innovatives Energiekonzept entwickelt, bei dem Abwärme in das bestehe[...]

30.07.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

energie
Wie vier Kommunen in Baden-Württemberg bis 2035 klimaneutral werden wollen
Wie vier Kommunen in Baden-Württemberg bis 2035 klimaneutral werden wollen

2040 ist das Zieljahr. Bis dahin müssen Städte, Gemeinden und Landkreise in Baden-Württemberg klimaneutral sein. Manche Kommunen im Südwesten möchten dieses Zie[...]

27.07.2026, Lesezeit ca. 8 Minuten

energie
Die Marktabdeckung wächst weiter und die Preise bleiben stabil

Die Preistransparenzplattform Fernwärme von AGFW, BDEW und VKU hat sich als zentrales Informationsangebot für den Fernwärmemarkt etabliert. Das zeigt der aktuel[...]

24.07.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

energie
Transparenzplattform deckt inzwischen mehr als die Hälfte des deutschen Fernwärmemarktes ab

Die Fernwärme ist eine preisstabile und verlässliche Heizenergie. Das zeigt der aktuelle Halbjahresbericht der Preistransparenzplattform Fernwärme zum Stichtag [...]

24.07.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

energie
Wärmewende im Quartier
Wärmewende im Quartier

Wie eine klimaneutrale und zugleich wirtschaftliche Wärmeversorgung in der Praxis gelingt, zeigt der Lagarde Campus in Bamberg. Auf der Konversionsfläche entste[...]

23.07.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

energie
Energiesicherheit in der Kommune auf dem Prüfstand
Energiesicherheit in der Kommune auf dem Prüfstand

Der Anschlag auf das Stromnetz im Januar 2026 war ein Weckruf für Berlin und andere Städte neue Vorsorge- und Sicherheitskonzepte umzusetzen. Berlin reagiert mi[...]

15.07.2026, Lesezeit ca. 7 Minuten

energie
Praxisforum Tiefengeothermie on Tour: zu Gast bei der Forschungsbohrung Köln-Dellbrück
Praxisforum Tiefengeothermie on Tour: zu Gast bei der Forschungsbohrung Köln-Dellbrück

Bevor sich die Tiefengeothermie-Branche im Oktober im bayerischen Pullach trifft, hat das Praxisforum Tiefengeothermie bereits im Sommer eine Begegnung in NRW e[...]

13.07.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

energie
Der „Zuordnungs-Monitor“ hilft Energielieferanten den 24-Stunden-Lieferantenwechsel ohne Frust zu bewältigen

Seit der Einführung des 24-Stunden-Lieferantenwechsels haben sich die Bedingungen in der Versorgungswirtschaft radikal verändert. Früher hatte man Tage, um fehl[...]

10.07.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

energie

Weitere Artikel in dieser Rubrik