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Unter der Bezeichnung iGRID bietet Grundfos eine Lösung für die Einrichtung von intelligent geregelten Temperaturzonen in Fernwärmenetzen an. Dabei wird, ähnlich wie bei Mischkreisen in der Gebäudetechnik, Wasser aus dem Rücklauf entnommen und mittels einer Pumpe digital geführt dem Vorlauf beigemischt. Im Unterschied zur herkömmlichen Temperaturabsenkung mit Wärmetauschern ist die pumpenbasierte Lösung mit geringerem Aufwand umsetzbar und kann mögliche Druckverluste im System ausgleichen, um einen gleichmäßigen Betrieb sicherzustellen.
Basis ist eine ab Werk komplett ausgestattete und vormontierte Pumpenanlage, die zwischen Transmissionsleitung und dem Netzabschnitt für die Temperaturzone installiert wird. Die Anlage besteht aus Pumpe, Ventilen, Temperatur- und Drucksensoren sowie einer intelligenten Temperaturregelung und kann je nach Anforderung als Station oder in einem Schacht oder Kabinett ausgeführt werden.
Die Anlage ist mit einem intelligenten Controller ausgestattet, der die Einspeisung aus dem Rücklauf an Hand von Echtzeitdaten wie Vor- und Rücklauftemperatur sowie Sollwerten für Mindesttemperatur oder Differenzdruck bedarfsgerecht regelt. Für die Regelung ist nicht zwingend eine Leittechnik erforderlich. Die Anlage kann auch stand-alone betrieben werden, der Zugriff auf Betriebsdaten und Sollwerte erfolgt benutzerfreundlich über die NIS2 (Network and Information Security Directive)-konforme iGRID Cloud von Grundfos.
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Für die weitergehende Optimierung von Temperaturzonen bietet der Hersteller spezielle iGRID-Controller für die Temperatur- und Druckregelung an. Auf diese Weise lassen sich aktuelle Witterungsdaten und eine 24-Stunden-Wettervorhersage für die witterungsgeführte Regelung einbinden. Zusätzlich können kabellose Messpunkte installiert werden, um anliegende Temperaturen oder Drücke an kritischen Stellen im Verteilnetz in Echtzeit an die Controller zu übertragen und beipielsweise Schlechtpunkte im Betrieb zu identifizieren, um den Druck durch die Pumpe entsprechend zu regeln.
Das iGRID-System ist eine wirkungsvolle Möglichkeit, um insbesondere heterogene Fernwärmenetze mit überschaubarem Aufwand sicherer und nachhaltiger zu machen. Die bedarfsgerechte Temperaturabsenkung reduziert Wärmeverluste um bis zu 30 Prozent, senkt die Beanspruchung des Rohrsystems und schafft neue Möglichkeiten, auch niedriggrädige Wärmequellen wie Geo- oder Solarthermie und Abwärme aus industriellen Prozessen in das Fernwärmenetz einzubinden.
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