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6,59 Millionen Euro für die Kommunen des Landes aus der Kommunalrichtlinie des Bundes
Rekordjahr für den kommunalen Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern
20.05.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten
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Mecklenburg-Vorpommerns Kommunen haben im Jahr 2024 eine Rekordfördersumme von 6,59 Millionen Euro für 85 Klimaschutzprojekte erhalten. Das ergibt eine Auswertung der Fördermittelabrufe im Land durch die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV). Die Fördermittel stammen aus der Kommunalrichtlinie (KRL) der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundes und unterstützen gezielt Maßnahmen zur Energieeffizienz und Emissionsreduzierung.
Ein Themenschwerpunkt im vergangenen Jahr war die Wärmewende: Von den über 700 Kommunen im Land haben sich 262 Kommunen in insgesamt 31 sogenannten Konvois zusammengeschlossen, um die Förderung der kommunalen Wärmeplanung zu nutzen. Mehr als die Hälfte der Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern hat die Fördermittel aus der KRL bislang noch nicht genutzt, das vollständige Potenzial für Klimaschutzprojekte im Land ist damit noch lange nicht ausgeschöpft.
Fördermittel auf Rekordniveau
Mit den 2024 bewilligten 85 Fördervorhaben erhöht sich die Gesamtzahl der seit der Einführung der KRL eingeleiteten Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern auf 365 Klimaschutzmaßnahmen. Die bewilligten 6.590.000 Euro sind der bisher höchste Betrag, den Mecklenburg-Vorpommerns Kommunen aus der KRL erhalten haben. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 betrug die Fördersumme lediglich 924.000 Euro.
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Mehr Klimaschutzpersonal für die Kommunen
Ein weiterer Förderschwerpunkt lag auf der Finanzierung von Klimaschutzpersonal. Zahlreiche Ämter und Gemeinden – darunter Crivitz, Stralendorf, Hohenkirchen und Ludwigslust – konnten neue Klimaschutzmanager*innen einstellen oder bestehende Stellen absichern. Zudem wurde mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg erstmals eine Klimaschutzkoordination bewilligt, die bis 2028 gefördert wird. Damit sind heute landesweit 21 hauptamtliche Klimaschutzmanagende tätig, zu deren Aufgaben die Erstellung von Klimaschutzkonzepten, die Umsetzung von Maßnahmen, aber auch das Einwerben von Fördermitteln zählt.
Vielfältige Klimaschutzmaßnahmen profitieren
Die KRL unterstützt Kommunen darüber hinaus gezielt bei Investitionen in Energieeffizienz und nachhaltige Infrastruktur. 2024 wurden Fördermittel bewilligt für:
Kommunale Wärmeplanung
Einführung von Energiemanagementsystemen
Energiesparende Außen- und Straßenbeleuchtung
Machbarkeitsstudien für klimafreundliche Projekte
Diese Maßnahmen senken nicht nur den Energieverbrauch und die Betriebskosten, sondern helfen Kommunen auch, ihre Haushaltslage langfristig zu stabilisieren.
Mecklenburg-Vorpommern im Bundesvergleich
Im bundesweiten Vergleich schneidet Mecklenburg-Vorpommern seit Inkrafttreten der Kommunalrichtlinie (2008) solide ab:
22,8 bewilligte Maßnahmen pro 100.000 Einwohnende – das entspricht Platz 6 im Vergleich der Bundesländer. An der Spitze liegt Schleswig-Holstein mit 42 Maßnahmen pro 100.000 Einwohnende.
10,88 Euro Fördermittel pro Einwohner*in – das entspricht Platz 9 unter den Bundesländern.
Bei der absoluten Fördersumme rangiert MV bundesweit auf Platz 12
Diese Zahlen belegen: Mecklenburg-Vorpommern hat in den vergangenen Jahren große Schritte beim Klimaschutz getan, aber es gibt noch viel ungenutztes Potenzial.
LEKA MV – kompetenter Partner für kommunalen Klimaschutz
Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV) unterstützt Städte, Gemeinden und Ämter aktiv dabei, die Energiewende vor Ort umzusetzen. Mit fundierter Beratung, gezielter Information und einem starken Netzwerk trägt die LEKA MV dazu bei, kommunale Strukturen im Klimaschutz nachhaltig zu stärken. Ziel ist es, möglichst viele Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern zur Umsetzung wirkungsvoller Klimaschutzmaßnahmen zu befähigen – unterstützt durch geeignete Fördermittel und engagiertes Fachpersonal vor Ort.
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