Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Dieser Artikel wurde in der Ausgabe der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Streifenbelüfter beweisen Energieeffizienz im unmittelbaren Vergleich
25.02.2025 – Lesezeit ca. 4 Minuten
96
In drei Montageschritten wurde die Belebung der Kläranlage „Vorderes Renchtal“ vollständig von Plattenbelüftern auf energieeffizientere Streifenbelüfter von AQUACONSULT umgerüstet. Sofort ergaben sich – trotz einer herausfordernden Abwasserzusammensetzung – hohe Einsparungen in der Drucklufterzeugung und damit im Energieverbrauch der gesamten Anlage.
In der Kläranlage des Abwasserverbandes „Vorderes Renchtal“
werden die Abwässer von insgesamt neun Gemeinden eingeleitet, darunter die „Grimmelshausen-Stadt“ Renchen sowie Oberkirch und Achern. Das Abwasser fließt über die Ortskanalisation und zwei Hauptsammler der mechanisch-biologischen Kläranlage zu. „Wir sind grundsätzlich eine völlig normale kommunale Kläranlage, wie viele andere auch – allerdings mit einer Besonderheit“, wie
Kläranlagen-Betriebsleiter Christian Spinner erzählt: „Das Renchtal ist eine traditionelle Schnapsbrenner-Gegend. 80% des deutschen Kirschwassers kommt direkt aus dieser Region.“ Damit landen vor allem in den Wintermonaten – der Hauptproduktionszeit der hiesigen Spirituosenherstellung – große Mengen an abgebrannter Maische aus Schnapsbrennereien in der Renchen. Eine stetige Herausforderung für sämtliche Bereiche der Kläranlage mit einer
Größe von 32.000 EW.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Aufgrund dieser Abwasserbeschaffenheit stehen in der Anlage in Renchen auch zwei wuchtige Faultürme mit jeweils 1.500 Kubikmetern Fassungsvermögen, die das Schnapsbrenner-Restmaterial Co-vergären. Mit den beiden Faulbehältern deckt die Kläranlage alleine 90% ihres Energiebedarfs ab – rund 800.000 kWh Strom werden pro Jahr produziert.
Reibungslose Montage mit flexiblem Wiederverwertungsfaktor
Bald aber könnte die Anlage auch energieautark laufen. Denn 2024 wurde die gesamte Belüftung der drei Biologiestraßen der Kläranlage „Vorderes Renchtal“ von (Messner) Plattenbelüftern auf die deutlich energieeffizienteren AEROSTRIP Belüftermodule Type G – bestehend aus je 4 Stück Type Q2,0 Streifenbelüftern – umgerüstet. „Wir haben Mitte des Vorjahres begonnen die erste Belebungslinie umzurüsten“, beschreibt Spinner. „Im Oktober waren wir mit der dritten Linie fertig – Umrüstzeitraum jeweils 3 bis 4 Tage. Die Montage der insgesamt 109 neuen AEROPSTRIP-Module verlief reibungslos und wir konnten durchgehend im Normalbetrieb fahren.“ Bestehende Bodenbefestigungen und Rohrleitungen wurden von den AQUACONSULT-Monteuren weiterverwendet. Die flexible Einbaumöglichkeit der AEROSTRIPs kam dabei zur Geltung.
Streifenbelüfter schaffen Stromverbrauchsreduktion von bis zu 30%
Die effiziente Performance der Streifenbelüfter machte sich danach schon ab dem ersten Tag bemerkbar: „Unsere Gebläse waren auf den extrem effizienten Sauerstoffeintrag mit dem die AEROSTRIPs arbeiten können, gar nicht ausgelegt“, schildert Spinner. „Nachdem wir das aber rasch gelöst hatten, läuft die Anlage nun in einem enorm sparsamen Modus – vor allem nachtsüber – und
wir erzielen jetzt schon eine Stromverbrauchsreduktion von etwa 30%.“ Zudem ergaben sich preislich Vorteile in der Anschaffung der AEROSTRIPs, die sich im Vergleich zur vorher verwendeten Lösung deutlich günstiger gestalteten.
In Zukunft profitiert die Kläranlage Renchen auch von der flexiblen Tauschmöglichkeit der AEROSTRIPs: „Man kann jeden Belüfterstreifen im Bedarfsfall einzeln austauschen, was im Vergleich zum Vorgängerprodukt erhebliche Erleichterungen im Handling unserer Anlage mit sich bringt“, sagt Spinner; und der Betriebsleiter hebt dabei erneut das Gesamtpaket der AEROSTRIP Streifenbelüfter von Aquaconsult hervor: „Vom ersten Kontakt mit den Spezialisten von Aquaconsult über die Montage bis hin zur effizienten Performance im Betrieb kann ich dieses Produkt nur weiterempfehlen.“
Innovative Technik – globale Erfolgsgeschichte
Die innovativen Belüfter von AQUACONSULT Anlagenbau garantieren in vielerlei Kläranlagen-Typen eine optimale Flexibilität und Anpassung auf verschiedene Betriebszustände und dadurch hohe Energieeinsparungen. „Dank permanenter Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie regelmäßig durchgeführter Leistungstest kann unser AEROSTRIP heute als einer der effizientesten Vertreter feinblasiger Tiefenbelüfter angesehen werden“, betont Rüdiger Vrabac, Niederlassungsleiter bei AQUACONSULT Anlagenbau in Deutschland mit Sitz in Rinnthal, Rheinland-Pfalz.
Die AEROSTRIPs aus Traiskirchen in Niederösterreich werden inzwischen rund um den Erdball in weltweit mehr als 2.500 industriellen und kommunalen Kläranlagen eingesetzt. Aktuell darf AQUACONSULT Anlagenbau auch auf einige ganz besondere Referenzen in Deutschland blicken, wie die Kläranlage „Alte Emscher“ in Duisburg, einer der größten Kläranlagen Deutschlands, oder die Kläranlage Zweibrücken in Rheinland-Pfalz, die heute als Vorzeigebeispiel für sparsamen Anlagenbetrieb gilt. Darüber hinaus wird auch in den drei Abwasserreinigungsanlagen Kopenhagens
(Lynetten, Damhusåen und Avedore) auf AEROSTRIPs gesetzt oder in der „Western Treatment Plant“ in Melbourne (Australien). Die Entscheidung der jeweiligen Betreiber, in ihren Anlagen Streifenbelüfter von AQUACONSULT einzusetzen, bringt immer auch eine imposante Energie- bzw. CO₂-Einsparung mit sich.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Sie können diese Ausgabe kaufen oder ein Abonnement abschließen, um diesen Artikel hier sofort und komplett zu lesen. Mit einem Abonnement erhalten Sie zusätzlich jede gedruckte Ausgabe der Kommunalwirtschaft frei Haus.
Unser PDF Abo ist kostenlos! Abonnieren Sie dazu unseren Newsletter, in welchem ein Downloadlink zur jeweils aktuellen Ausgabe zur Verfügung gestellt wird.
Wenn Sie schon Abonnent der Kommunalwirtschaft sind, melden Sie sich an, um den Artikel zu lesen.
Erster Klimaturm von Towergy geht in Bremen in Betrieb
Die Towergy GmbH hat mit ihrem Klimaturm eine Großwärmepumpe entwickelt, die bis zu 400 Neubau- oder 200 Bestandswohnungen mit erneuerbarer Wärme und Kälte vers[...]
50 Prozent weniger Montagezeit: Wilo Fertigverteiler im Einsatz
Der industrielle Anlagenbau steht zunehmend unter Druck: knappe Zeitfenster, komplexe Bestandsanlagen und ein spürbarer Fachkräftemangel erschweren die Umsetzun[...]
Sommerhitze erhöht Strombedarf für Kühlung – Solarstrom passt zum Verbrauchsprofil
Die diesjährige Sommerhitze lässt den Strombedarf für die Kühlung von Gebäuden deutlich steigen. Darauf deuten aktuelle Stromverbrauchs- und Temperaturdaten hin[...]
Neues Angebot für Kommunen: Musterverträge für Wärmenetze
Plant eine Kommune den Bau oder die Erweiterung eines Wärmenetzes, braucht sie klare Vereinbarungen, wenn sie das Wärmenetz selbst betreiben will. Notwendig sin[...]
Großprojekte und Beteiligung: Tangerhütte treibt Energiewende voran
Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) zeichnet die Stadt Tangerhütte als Energie-Kommune des Monats August 2026 aus. Die flächengroße Einheitsgemeind[...]
Ausbau von Freiflächen-PV in NRW beschleunigen: Neue Koordinierungsstelle unterstützt Kommunen und Projektierer
Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen richtet neues Beratungsangebot zur Beschleunigung von Planung und Genehmigung von Freiflächen-Photovoltaik-Vorhaben ein
Mehr als zwei Drittel der Baden-Württemberger befürworten Geothermie
Die Menschen in Baden-Württemberg stehen der Geothermie mehrheitlich positiv gegenüber. 68 Prozent finden die Nutzung sehr gut oder gut. Das zeigt eine aktuelle[...]
ENGIE Deutschland und die Gemeinde Sandhausen setzen eines der ersten Projekte im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung in der Region um. Im Zuge eines Energielief[...]