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Mehr als die Hälfte sieht Chancen von BIM für die Baubranche
Bauwesen: BIM-Software erst bei knapp einem Fünftel im Einsatz
23.09.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Ein zentraler Ort für die Planung, den Bau und den Betrieb eines Gebäudes, an dem Informationen verschiedenster Projektteams zusammengeführt werden und der auch in hundert Jahren noch verlässliche Auskünfte über verbaute Materialien gibt – das ermöglicht im Bauwesen die sogenannte Building Information Modeling-Software, kurz BIM. Eine solche Software erstellt ein digitales Modell des Gebäudes, wird aber derzeit erst von etwa einem Sechstel der Unternehmen im Bau- und Ausbaugewerbe eingesetzt (18 Prozent). 13 Prozent dieser Unternehmen planen den Einsatz von BIM zumindest für die Zukunft. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die 504 Handwerksunternehmen in Deutschland befragt wurden, darunter 265 aus dem Bau- und Ausbaugewerbe. „Die deutsche Baubranche muss beim Einsatz von BIM dringend aufholen. Momentan werden Vorteile wie eine gesteigerte Effizienz, Kostenersparnisse, Fehlervermeidung und die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen einfach liegen gelassen“ sagt Nastassja Hofmann, Expertin für Handwerk und Bauwesen beim Bitkom.
Die geringe Nutzung ist vor allem durch eine mangelnde Auseinandersetzung auf Unternehmensseite bedingt: Knapp zwei Drittel geben an, sich bisher nicht ausreichend oder sogar noch gar nicht mit BIM beschäftigt zu haben (63 Prozent). Bewusst gegen die Verwendung von BIM-Software hat sich entsprechend kaum ein Unternehmen entschieden (2 Prozent). Die Unternehmen des Bau- und Ausbaugewerbes fürchten mit Blick auf das BIM aber auch eine Schattenseite, denn 45 Prozent sehen die Gefahr einer übermäßigen Überwachung in der Baubranche als Folge. Dennoch überwiegt die Chancenperspektive: Über die Hälfte der Unternehmen erkennt im BIM große Potenziale für die Baubranche (56 Prozent). „Bauunternehmen müssen jetzt klare Strategien zur BIM-Einführung im Neubau entwickeln. Langfristig liegt der Schlüssel jedoch vor allem darin, digitale Zwillinge auch bei bereits bestehenden Gebäuden zum Standard zu machen“, so Hofmann.
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