Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Deutscher Verwaltungsgerichtstag beschäftigt sich mit Chancen und Risiken von KI
Digitaler Gerichtssaal: Hälfte der Richterschaft befürchtet durch Künstliche Intelligenz manipulierte Aussagen
09.04.2024 – Lesezeit ca. 2 Minuten
294
(Bild: Istock / PhonlamaiPhoto)
Eine aktuelle Umfrage zur Digitalisierung der Justiz zeigt: Professionelle Videokonferenz- und audiovisuelle Präsentationstechnik in den Gerichtssälen sind die Basis für eine digitale Verhandlungsführung. Allerdings sehen 50 Prozent der Befragten auch die Gefahr, dass Video-Aussagen durch Künstliche Intelligenz manipuliert werden könnten. Das Berliner Systemhaus Arktis IT Solutions hat bundesweit rund 130 Richterinnen und Richter zum Thema "Digitaler Gerichtssaal" befragt.
„Mithilfe der digitalen Verhandlungsführung kann die Justiz schneller und effizienter arbeiten. Daher müssen nach Vorgaben der Bundesregierung bis Anfang 2026 alle Gerichtssäle in Deutschland mit Videokonferenztechnik ausgestattet werden“, sagt Jan Christian Hesterberg, der als Prokurist bei Arktis sowohl für den Vertrieb als auch für den Bereich e-Justice verantwortlich ist. Auch die Richterschaft ist von den Vorteilen der Online-Welt überzeugt: So erwarten zwei von drei Richterinnen und Richtern, dass die Digitalisierung der Verhandlungssäle den finanziellen Aufwand für alle Prozessbeteiligten reduzieren wird.
„Künstliche Intelligenz (KI) birgt im Rahmen der Digitalisierung ein zusätzliches Potenzial und kann beispielsweise die Prozessführung durch KI-gestützte Transkription deutlich vereinfachen“, ist e-Justice-Experte Hesterberg überzeugt. Um einem möglichen Missbrauch aber von Anfang an einen Riegel vorzuschieben, sollten die Gerichte bei der Auswahl ihrer Videokonferenztechnik auf ausgereifte und besonders vertrauenswürdige Lösungen setzen. „In Kombination mit begleitenden Schulungen führt die Integration neuer Technologien oder Medien in den Gerichtssaal dann sogar zu einem Sicherheitsgewinn, der mit Effizienz- und Kostenvorteilen einhergeht“, so Hesterberg weiter.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass sich die Richterinnen und Richter der digitalen Risiken durchaus bewusst sind: „50 Prozent aller Befragten halten eine Manipulation von Video-Aussagen durch KI für möglich. Um den Einsatz von Deepfakes oder manipulierten Daten zu verhindern, müssen deshalb hohe Sicherheitsbarrieren im IT-Ökosystem integriert und die Nutzerinnen und Nutzer im Umgang geschult werden“, sagt Jan Christian Hesterberg. Noch würden technologische Neuerungen im Gerichtssaal häufig zu Unsicherheiten führen, weshalb sich die Richterschaft in der Umfrage mit großer Mehrheit für eine Anpassung der Juristenausbildung ausgesprochen hat.
KI hält Einzug ins Tagesgeschäft von EVUs
In vielen Unternehmen entstehen die größten operativen Engpässe im Kundenservice noch immer bei Anliegen, welche standardisiert verarbeitet werden können: Dort,[...]
Herausforderung Payment: Was die kommunale Digitalisierung ausbremst
Der Antrag? Online ausgefüllt. Die erforderlichen Nachweise? Bereits hochgeladen. Ein Termin im Amt wäre somit nicht mehr nötig. Wird jedoch eine Gebühr fällig,[...]
Forum für den Staat von morgen in Memmingen: Bund, Länder und Kommunen entwickeln Wege für zukunftsfähige Zusammenarbeit
Beim siebten Forum für den Staat von morgen in Memmingen arbeiten rund 70 Verwaltungspionier:innen aus Bund, Ländern und Kommunen an konkreten Reformansätzen fü[...]
Performance auf den Punkt gebracht: Calw führt KM-Fahrerlaubnis ein
Der Landkreis Calw hat sein Führerscheinwesen mit Hilfe der kommunalen IT-Dienstleisterin Komm.ONE auf ein neues Fachverfahren umgestellt. Die Einführung von KM[...]
Allerletzte Chance zur rechtzeitigen Umsetzung der E-Rechnungs-Pflicht!
Unternehmen müssen sich jetzt auf die Rechtslage einstellen, um Strafen zu vermeiden. Gleichzeitig ist es für sie die Gelegenheit, Prozesse zu optimieren und da[...]
IT-Unternehmen schließen sich BMDS/DATABUND-Initiative für interoperable Verwaltungsservices an
Sechzig IT-Dienstleister und GovTech-Anbieter haben sich bis jetzt der neuen Digitalisierungs-Initiative des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernis[...]
Nur noch 17 Monate! Die Zeit rennt und die Ressourcen sind knapp
Noch 17 Monate bis zum Wartungsende für SAP R/3. Bis dahin sollten Unternehmen, die SAP nutzen, auf S/4 Hana umgestellt haben, da der Anbieter den Support für d[...]
Bundesregierung hat zwei Drittel ihrer Digitalvorhaben auf den Weg gebracht
Die Bundesregierung kommt bei ihren digitalpolitischen Vorhaben voran. 12 Prozent der Digitalprojekte sind inzwischen vollständig abgeschlossen, weitere 57 Proz[...]