17.12.2025 – Lesezeit ca. 6 Minuten 48
Die Mobilitätswende entscheidet sich im kommunalen Raum – in Städten und Gemeinden, die Verkehr gezielt steuern, öffentliche Flächen neu bewerten und attraktive Alternativen zum motorisierten Individualverkehr schaffen. Der Handlungsdruck wächst: Autoverkehr soll reduziert und alternative Mobilitätsformen gefördert werden – gleichzeitig werden Forderungen nach autofreien oder -reduzierten Zonen immer lauter. Klar ist: Daten werden in diesem Spannungsfeld zum zentralen Baustein. Ohne präzise, vernetzte Mobilitätsdaten ist eine intelligente Verkehrsplanung und -steuerung kaum realisierbar.
Die Digitalisierung der kommunalen Verkehrssteuerung gewinnt spürbar an Dynamik und eröffnet neue Handlungsspielräume. Viele kommunale Entscheidungsträger greifen bereits auf Daten aus ÖPNV, Verkehrszählungen oder Mobilitäts-Apps zurück. Der Zugang zu Parkrauminformationen aus der Privatwirtschaft blieb jedoch bislang begrenzt – obwohl gerade diese Daten erhebliches Potenzial bieten.
Damit Mobilitätsdaten effizient in kommunale Systeme einfließen können, sind Kooperationen gefragt. Private Anbieter müssen ihre Daten aktiv mit der öffentlichen Hand teilen: Pseudonymisierung und Aggregation sichern dabei den Datenschutz und verhindern die Identifizierung einzelner Nutzer sowie die Veröffentlichung von Rohdaten. Aufbereitet liefern die Daten wertvolle Informationen, die die Verkehrsplanung optimieren und so Mehrwert für Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger schaffen.
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Private Akteure spielen eine entscheidende Rolle für eine ganzheitliche Mobilitätsstrategie. Die GOLDBECK Parking Services kooperieren als einer der ersten privatwirtschaftlichen Parkraumbetreiber mit der Landesagentur für Mobilitätsdaten, NRW.Mobidrom GmbH, kurz MOBIDROM. Dank der Bereitstellung zentraler Mobilitätsdaten erweitern die Parkraumexperten die kommunale Verkehrsdatenbasis in Nordrhein-Westfalen – ein entscheidender Schritt für die Entwicklung innovativer und vernetzter Mobilitätslösungen. Gemeinsam setzen beide Partner damit neue Maßstäbe für die Digitalisierung und Vernetzung des Verkehrs und übernehmen Verantwortung für ein transparentes Parkdatenangebot in NRW.
Im Rahmen der Kooperation stellen die GOLDBECK Parking Services der Landesagentur MOBIDROM Mobilitätsdaten aus über 60 der von ihnen betriebenen Parkobjekte und E-Ladepunkte zur Verfügung. Dazu zählen unter anderem Standort- und Betriebsinformationen der Parkstätten, wie etwa Parkplatzkapazitäten, Öffnungszeiten, Tarife, Gebäudedaten oder Geokoordinaten. Diese Informationen werden vollständig datenschutzkonform verarbeitet und aggregiert.
Das Ergebnis: Kommunen in NRW erhalten über das zentrale Landessystem Zugriff auf aktuelle, vernetzte Mobilitätsdaten – beispielsweise aus Nachbargemeinden oder den überregionalen Ballungsräumen. Das ermöglicht ein Echtzeitbild ihrer Off-Street-Parkinfrastruktur, welches unmittelbar in die operative Steuerung und langfristige Planung einfließen kann. Diese Informationen sind die Voraussetzung für eine zukunftsfähige, vernetzte Verkehrsdateninfrastruktur in NRW. So schaffen die GOLDBECK Parking Services und MOBIDROM gemeinsam die Grundlage für eine Vielzahl von Mobilitätsanwendungen in NRW.
Um Mobilitätsdaten effizient in kommunale Verkehrssysteme zu integrieren, sind zentrale Datenplattformen und kompatible Schnittstellen entscheidend. „Einzelne Informationen aus Parkobjekten lassen sich beispielsweise direkt in Mobilitätsdienste einbinden – bei größeren Daten- und Informationsmengen wird eine gemeinsame Datenplattform notwendig. Diese reduziert Integrations- und Wartungsaufwand, senkt Kosten und minimiert Fehlerquellen. So können Kommunen Daten zuverlässig nutzen, während private Anbieter ihre Systeme nur einmalig anbinden“, erklärt Gregor Hensel, Geschäftsführer der GOLDBECK Parking Services GmbH.
Die Bereitstellung der Verkehrsdaten an MOBIDROM wird durch die cloudbasierte Systemarchitektur der Parking Services von GOLDBECK ermöglicht. Diese ist darauf ausgelegt, flexibel zu wachsen, verschiedene Systeme miteinander zu verbinden und neue Anwendungen einfach zu integrieren.
„Durch die effiziente Erfassung, intelligente Auswertung und nahtlose Bereitstellung unserer Objektdaten schaffen wir einen spürbaren Mehrwert für Nutzer und Kommunen in NRW. Neue Datenquellen können wir flexibel in unsere Systemarchitektur integrieren und so etwa die Datenbasis von MOBIDROM problemlos erweitern. Als verlässlicher Partner unterstützen wir Kommunen gezielt dabei, ihre Verkehrsplanung effizienter, digitaler und stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen auszurichten“, ergänzt Stephan Pieper, Geschäftsführer der GOLDBECK Parking Services GmbH.
Für Kommunen in NRW bedeutet das: ein erheblich reduzierter technischer Aufwand, während gleichzeitig wertvolle Informationen für Verkehrsplanung und Mobilitätssteuerung zuverlässig verfügbar sind.
Die Zusammenarbeit mit privaten Mobilitätsdienstleistern erweitert die kommunale Verkehrsdatenbasis erheblich und verbessert die Verkehrssteuerung in Städten und Gemeinden spürbar. Digitale Mobilitätsdaten ermöglichen es, Verkehrsströme gezielt zu lenken und die Stadtentwicklung optimal zu planen. Parkraum kann effizienter genutzt und bislang belegter urbaner Raum in Off-Street-Bereiche verlagert werden – so entstehen neue Grünflächen und lebendige Begegnungszonen. Damit wird wertvoller Raum für Leben und Freizeit zurückgewonnen – und die Attraktivität der Innenstädte nachhaltig gesteigert.
Auch Verkehrsteilnehmende profitieren: Sie können in Echtzeit auf Daten zugreifen, ihre Routen effektiver planen und so Parksuchverkehr vermeiden. Das reduziert das Verkehrsaufkommen auf öffentlichen Straßen, spart Zeit und Kosten und verringert messbar CO₂-Emissionen.
Darüber hinaus liefern diese Daten aber auch eine wertvolle Grundlage für fundierte Investitionsentscheidungen der Kommunen rund um Mobilität, Parkraum oder Ladeinfrastruktur sowie für die individuelle Weiterentwicklung von integrierten Mobilitätskonzepten. Strukturierte Echtzeitdaten sind zudem eine wichtige Basis für KI-gestützte Verkehrssteuerung und autonome Mobilität – Technologien, die bereits heute in Pilotprojekten erprobt werden und künftig eine zentrale Rolle in der urbanen Verkehrssteuerung spielen werden.
Eine enge Daten-Partnerschaft zwischen privater Wirtschaft und öffentlicher Hand gelingt besonders gut, wenn einheitliche Aggregationsstandards, klare Datenschutzprinzipien, kompatible Schnittstellen und ein gemeinsames Verständnis für den öffentlichen Nutzen vorhanden sind. Das eröffnet neue Handlungsspielräume: Für Kommunen entsteht dadurch eine umfassende, datenbasierte Mobilitätslandschaft, die sowohl operative Verkehrssteuerung wie auch die strategische Stadtplanung gleichermaßen stärkt.
Die Landesagentur für Mobilitätsdaten entwickelt ihre begleitenden Services kontinuierlich weiter – von verbesserten Routing-Diensten über präzisere Auslastungsprognosen bis hin zur Einbindung weiterer Mobilitätsanbieter. Je mehr verlässliche Verkehrsdaten in das System einfließen, desto präziser und effizienter werden die daraus abgeleiteten Anwendungen für Kommunen und Verkehrsteilnehmende.
Gemeinsam leisten die GOLDBECK Parking Services und MOBIDROM mit ihrer Kooperation einen entscheidenden Beitrag, den Verkehr in NRW nicht nur nutzerfreundlicher, sondern auch umweltverträglicher zu gestalten – und treiben so die Mobilitätswende aktiv voran.